Charles Leclerc (Ferrari) nach Mercedes-Schock: «Traute meinen Augen nicht»
Mercedes ist in Australien krass überlegen. Für die Ferrari-Fans endet das Abschlusstraining von Melbourne mit einer Ernüchterung: Leclerc auf P4, Hamilton auf P7. Charles ist baff wegen Mercedes.
Ferrari galt anhand der Wintertestfahrten in Bahrain als zweite Kraft hinter Mercedes, nun wundern sich die Tifosi über die Startränge 4 (Charles Leclerc) und 7 (Lewis Hamilton) der Roten. Was ist passiert?
Nach dem Abschlusstraining im Albert-Park von Melbourne war bei Ferrari von Schwierigkeiten mit der Energie-Abgabe die Rede, aber der Monegasse Charles Leclerc sagt: «Ich möchte unser enttäuschendes Ergebnis nicht darauf schieben. Schwierigkeiten mit dem Energie-Management, das passiert nun mal mit diesen Autos. Das ist nicht nur unser Problem, sondern ein allgemeines.»
«Ein Beispiel: Wenn man eine Kurve nur ein kleines bisschen anders fährt, passt sich das System im Hintergrund an, und dann erzeugt das ein paar Probleme. Wir hatten dasselbe Problem in Q2, sind an die Box gekommen und hatten danach keine Probleme mehr.»
Seltsame Probleme mit dem Energie-Management
«Nach der roten Flagge hatten wir dann nur noch eine Runde mit den guten Reifen, da haben unsere Strategen noch versucht, das Beste aus der Strecke herauszuholen. Es ist auch für uns sehr kompliziert, ins Detail zu gehen und euch alles schlüssig zu erklären.»
Was niemand schönreden kann, denn die Stoppuhr lügt nicht: Leclerc hat auf den Trainingsschnellsten Russell rund acht Zehntelsekunden verloren.
Charles weiter: «Als wir am Freitag darüber gesprochen haben, habe ich gesagt, dass der Rückstand bei ungefähr einer halben Sekunde liegt. Nun sind es acht Zehntel, also mehr als ich erwartet hatte, definitiv. Aber schon gestern war die Lücke sehr deutlich, deshalb war ich heute Morgen im FP3 wirklich sehr beeindruckt von der Leistung, die sie gezeigt haben.»
«Das war wirklich verrückt, besonders in Georges letzter Runde. Ich habe mir die Daten zum ersten Mal angesehen und musste sie neu laden, weil ich dachte, da stimmt etwas nicht mit dem, was ich da sehe, ich traute wirklich meinen Augen nicht – also ist das wirklich sehr, sehr beeindruckend.»
Leclerc: Start-Vorteil von Ferrari wird überschätzt
«Ich hatte erwartet, ungefähr im gleichen Bereich wie McLaren und Red Bull Racing zu sein. Das ist also keine Überraschung. Wir hatten einige Probleme im Qualifying, also denke ich, dass noch mehr Potenzial in uns steckt.»
Im Hinblick auf den Saisonstart meint Leclerc: «Es stimmt, wir haben in Bahrain die besten Startversuche gezeigt. Ich schätze, unser Motor ist etwas einfacher, um einen guten Start hinzubekommen, aber wenn Mercedes alles richtig macht, wird der Unterschied meiner Meinung nach nicht so gross sein.»
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