Ferrari ohne Australien-Sieg? Fred Vasseur: «Mercedes auf anderem Planeten»
Viele Fachleute im Fahrerlager des Albert Park Circuit in Melbourne sind sich einig: Alles deutet auf einen Mercedes-Sieg hin. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur: «Die fahren auf einem eigenen Planeten.»
Bereits sind erste Anzeichen von Galgenhumor zu spüren in dieser neuen Formel 1. Durchaus nicht als Witz gemeinte Frage im Fahrerlager von Melbourne: «Wer wird beim Australien-GP hinter den beiden Mercedes wohl Dritter?»
Die Überlegenheit der Marke mit dem Stern ist erdrückend. Da ist es für die versammelte Konkurrenz derzeit auch kein Trost, dass die Standfestigkeit von Mercedes bei den Wintertests nicht über jeden Zweifel erhaben war.
Vasseur: «Der erste Schultag war chaotisch»
Ferrari geht beim Saisonstart von den Rängen 4 (der Monegasse Charles Leclerc) und 7 (der Engländer Lewis Hamilton) ins Rennen. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur ordnet das Geschehen wie folgt ein: «Der erste Schultag war ein wenig chaotisch. Eine schwierige Qualifikation. Wir haben einige Fehler gemacht, und das ist schade, denn wir hatten das Potenzial für den dritten Platz.»
«Mercedes fährt in dieser Form auf einem anderen Planeten, und wir müssen Fortschritte machen, um mit ihnen mithalten zu können. Ehrlich gesagt verlief das Abschlusstraining für alle chaotisch, und morgen müssen wir am Ball bleiben. Wenn wir uns die Menge an Problemen anschauen, die fast alle Rennställe schon heute hatten, dann können wir uns lebhaft vorstellen, was im Grand Prix alles auf uns zukommt.»
«Wir sind noch weit von unserem vollen Potenzial entfernt, und ich weiss, wir haben in den nächsten Qualifyings von China und Japan viel Raum für Verbesserung. Aber jetzt konzentrieren wir uns aufs Rennen morgen. Wir müssen jede Chance nutzen, die sich uns bietet.»
Hamilton: Probleme mit der Reifentemperatur
Der französische Ferrari-Steuermann weiter: «Lewis hatte Schwierigkeiten, auf seiner letzten Runde in Q3 die richtige Reifentemperatur zu treffen. Es war viel kälter als gestern, und es war wirklich eine Gratwanderung zwischen einer zusätzlichen Vorbereitungsrunde oder sofortigem Vollgas.»
Viel ist in Bahrain davon geredet worden, wie vorbildlich die Starts von Ferrari sind. Vasseur meint: «Der Start wird eine weitere Herausforderung. Dank des neuen Startprozederes mit der längeren Standzeit können alle Monoposti gut starten, aber für alle ist das Fenster sehr eng für einen optimalen Start. Wir müssen da gute Arbeit leisten, um vielleicht gleich mehrere Positionen gutzumachen.»
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