Di Giannantonio will auch 2027 Werksvertrag: «Wäre sonst ein Rückschritt!»
MotoGP-Ass Fabio Di Giannantonio (VR46 Ducati) will in Le Mans einen weiteren Schritt in Richtung Spitze machen. Was seine Zukunft nach 2026 angeht, ist eine Bedingung nicht verhandelbar.
Fabio Di Giannantonio erzielte vor zwei Wochen beim Spanien-GP mit den Rängen 5 und 3 erneut zwei Top-Ergebnisse. Beim darauffolgenden Jerez-Test war der Italiener gut beschäftigt, sein Eindruck war positiv. Der VR46-Pilot freut sich darauf, auf der legendären Rennstrecke in Le Mans wieder voll anzugreifen.
Den verregneten Grand Prix auf dem Circuit Bugatti im letzten Jahr beendete Di Giannantonio auf dem achten Platz. Für dieses Wochenende sind erneut wechselhafte Bedingungen angesagt. «Ich bin bereit für Le Mans. Hinsichtlich des Wetters ist es hier immer in tückisches Wochenende», meinte der 27-Jährige am Donnerstag in der Medienrunde. «Für uns ist es aber auch eine weitere Möglichkeit, um uns zu verbessern. In diesem Jahr sind wir im Regen ganz schnell, aber wir möchten uns natürlich verbessern.»
Auch in diesem Jahr wird «Diggia» von Ducati ein aktuelles Werksmotorrad zur Verfügung gestellt. Wie fühlt er sich damit im Regen? «Was uns noch fehlt, um die Schnellsten zu sein, ist das volle Vertrauen ins Hinterrad. Es geht darum, im Regen die richtige Gewichtsverteilung auf den Reifen zu bekommen, diesen gut aufzuwärmen und in den ersten Runden gut zu nutzen», gab er zu verstehen. «Wenn du im Regen die Reifen zu Beginn gut auf Temperatur bringst, dann kannst du immer schneller und schneller fahren. Wenn dir das nicht gelingt, wird das Bike immer langsamer. Es ist deshalb wichtig, in jeder Session und jedes Mal, wenn du auf die Strecke gehst, gut zu starten.»
Di Giannantonio ging in Le Mans auch noch einmal auf den Jerez-Test ein. «Ich habe viele neue Dinge ausprobiert. Wir hatten in Jerez einen sehr guten Test – wir sind viele Runden gefahren und hatten viele neue Teile zum Testen», erklärte der Römer. «Hier werden wir eine neue Aerodynamik-Konfiguration einsetzen. Es ist aber wie immer: die Aerodynamik ist ein Mix aus verschiedenen Dingen und an diesem Wochenende werden wir ein besseres Verständnis bekommen. Beim Test hast du ein fantastisches Grip-Level, da ist es immer schwer, wichtige Erkenntnisse zu erzielen. Dieses Wochenende ist wichtig, um auf einer anderen Strecke und bei anderen Bedingungen zu beurteilen, ob alles, was wir getestet hatten, richtig war.»
Di Giannantonio zu 2027: «Mein Manager versucht, mir die besten Optionen zu geben»
Am Ende der Medienrunde wurde Fabio Di Giannantonio, wie schon in Jerez, nach seiner Zukunft befragt. Aufgrund seiner derzeitigen Leistungen hat er viele Möglichkeiten für nächstes Jahr und einige Angebote auf dem Tisch. Ist für ihn ein Werksvertrag für 2027 eine nicht verhandelbare Bedingung? «Ich bin ein Ducati-Werksfahrer und ich denke, dass ich einen guten Job mache. Ich versuche, dieses Level beizubehalten – ich denke, dass ich es auch verdiene», betonte er. «Zudem brauchst du diese Unterstützung, wenn du versuchst, Rennen oder die Meisterschaft zu gewinnen. Ohne diese Unterstützung wäre es in meiner Karriere ein Rückschritt. Im Moment versucht mein Manager, mir die besten Optionen zu geben – und das ist ein Werksvertrag.»
In der WM-Wertung belegt Di Giannantonio nach vier Rennwochenende als bester Ducati Pilot Rang 3.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach