Vom Radsattel zurück aufs MotoGP-Bike: Jorge Martin mit viel Zuversicht
Der WM-Zweite der MotoGP, Jorge Martin, freut sich auf das kommende Rennwochenende in Le Mans. Extra-Motivation fand der wiedererstarkte «Martinator» im Radtraining mit Olympiasieger Primoz Roglic.
Gut gelaunt reiste Jorge Martin nach Le Mans. Der Grund: Mit 90 Punkten ist er erster Verfolger von Teamkollege Marco Bezzecchi. Der Aprilia-Pilot zeigte sich am Donnerstag fokussiert und entspannt. Der Grund: ein Erlebnis abseits der Rennstrecke.
Jorge Martin durfte mit Radprofi Primoz Roglic ein Rennen bestreiten. Martin, der das Radsport-Fieber von seinem Mentor Aleix Espargaro übernommen hatte, genoss diesen Moment. «Mit Roglic ein Rennen fahren zu können, war unwirklich.» Auf die Frage, wie er das Rennwochenende in Jerez einordnete, antwortete er frech: «Das ist mir egal.»
In Jerez wurde er im Rennen Vierter. Der darauffolgende Test brachte Fortschritte: «Ich spürte überall Verbesserungen – beim Bremsen, beim Einlenken und auch beim Herausfahren aus den Kurven. Insgesamt war das Paket und Gefühl besser.» Die entscheidende Frage lautet nun: Lassen sich diese Erkenntnisse auf Le Mans übertragen? Darauf wollte der Spanier noch keine Antwort geben und erst das Wochenende abwarten.
Martin mahnte an, dass Le Mans andere Bedingungen als Jerez bietet. «Es ist eine komplett andere Strecke, mehr Stop-and-go.» Den Kopf in den Sand stecken will er aber nicht, denn er sieht viel Potenzial auf der Aprilia RS-GP. «Ein stabiles Motorrad hilft hier sehr bei den Richtungswechseln und beim harten Bremsen. Zum Glück gibt es kaum Reifenverschleiß, also können wir im Rennen konstant fahren.»
Weshalb sich Martin keinen Kopf um die Reifen macht, zeigt ein Blick auf die Wetterprognose. Vor allem am Sonntag wird Regen erwartet. Ein Flag-to-Flag-Szenario wie zuletzt beim Jerez-Sprint ist realistisch. «Man muss clever sein. Es ist schwierig zu verstehen, ob man reinkommen soll oder nicht.» Im Nassen fühlt sich Martin mit der Aprilia aber zunehmend wohl: «Das Motorrad ist auch bei gemischten Bedingungen gut. Früher war ich da schlecht, jetzt fühle ich mich sicher unter den Top-6.»
Einen Blick wirft Martin auch auf das übernächste Rennen in Barcelona. Dort kann er nicht einschätzen, ob man konkurrenzfähig sein wird. «Letztes Jahr haben wir dort gelitten, als wir dachten, die Aprilia würde schnell sein.»
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