Frischer Wind für das Team Land-Motorsport: 2026 startet Bastian Buus erstmals in der DTM und pilotiert dabei den weiterentwickelten Porsche 911 GT3 R – das Erfolgsmodell, mit dem der Premiumhersteller aus Baden-Württemberg in den Saisons 2023 und 2025 den Titel einfuhr. Mit dem Markenwechsel zu Porsche kehrt die Mannschaft aus Niederdreisbach im Westerwald zu ihren Wurzeln zurück und setzt dabei auf den schnellen dänischen Youngster. «Die Vorfreude auf meine erste DTM-Saison ist riesig. Schon seit vielen Jahren war die DTM ein großes Ziel von mir», verrät Buus. Auf seinen Racing-Stil dürfen sich die Fans bereits jetzt freuen: «Ich stehe für actionreichen Motorsport mit Überholmanövern und Tür-an-Tür-Duellen.» Die DTM weckte bei Buus bereits früh die Begeisterung. Schon als Kind besuchte er mit Vater Morten mehrere Rennen und traf dabei sogar sein Idol Tom Kristensen. «Ich weiß noch genau, wie Tom Kristensen mir damals sein Lenkrad und die Garage seines Teams gezeigt hat. Damals haben weder mein Vater noch ich jemals gedacht, dass ich eines Tages selbst in der DTM fahren werde», erinnert sich Buus. Mittlerweile hat der 22-Jährige längst bewiesen, dass er auf der großen Bühne bestehen kann: Den Titel im Porsche Mobil 1 Supercup, der im Rahmen der Formel 1 ausgetragen wird, bejubelte er 2023. In den Folgejahren sammelte er bei zahlreichen internationalen Einsätzen wichtige GT3-Erfahrung, bei denen er sich für ein Cockpit in der DTM empfahl. So zeigte Buus im vergangenen Jahr in der GT World Challenge Europe - die als weltweit größte GT3-Serie gilt - starke Leistungen und konnte auch auf der Nürburgring-Nordschleife und in Asien mit einem guten Speed überzeugen. Ich weiß noch genau, wie Tom Kristensen mir damals sein Lenkrad und die Garage seines Teams gezeigt hat. Damals haben weder mein Vater noch ich jemals gedacht, dass ich eines Tages selbst in der DTM fahren werde.Bastian Buus
Jetzt folgt der nächste Schritt in seiner Karriere. «Ich habe immer hohe Erwartungen an mich und will nicht nur dabei sein, sondern um Top-Ergebnisse fahren», erklärt er. «Natürlich kann man als Neueinsteiger nicht erwarten, dass man direkt ganz vorne dabei ist. Ich werde aber mein Bestes geben.» Ein klarer Vorteil für Buus: Bis auf den Norisring kennt er alle DTM-Strecken bereits aus dem Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland. Genau diesem Event auf dem Nürnberger Stadtkurs fiebert der DTM Rookie besonders entgegen: «Stadtrennen sind immer spektakulär. Der Norisring wird eine neue Erfahrung für mich, die ich unbedingt erleben möchte», sagt Buus, der 2023 bereits in Monaco im Supercup aufs Podium fuhr. «Bastian Buus hat sich seinen Platz in der DTM absolut verdient. Für sein Alter ist er bereits sehr abgebrüht und bringt viel Wissen und Erfahrung mit dem Porsche mit, was uns insbesondere zu Beginn der Saison sehr helfen wird», weiß Christian Land. Darüber hinaus zeigt sich der Teamchef von Land-Motorsport glücklich über die Rückkehr zum Neunelfer: «Mit Porsche verbinden wir eine jahrzehntelange Historie. Schon vor über 30 Jahren kämpfte mein Vater Wolfgang im Porsche Carrera Cup Deutschland um Erfolge. Diese Serie war über viele Jahre hinweg eine wichtige Plattform für unser Team. Auch auf der Nordschleife haben wir mit Porsche zahlreiche Siege gefeiert. Diese erfolgreiche Verbindung wollen wir nun in der DTM fortsetzen und dort anknüpfen, wo wir 2025 mit Audi aufgehört haben.» Buus sollte bereits 2025 in der DTM antreten und wurde für Allied-Racing bestätigt. Doch nach der Insolvenz der bayrischen Mannschaft im Winter 2025 platzte das Engagement des Dänen und sein DTM-Debüt verschob sich.