Lukas Hutla: «Schmerzen waren unerträglich – konnte Kopf nicht mehr drehen»
Nach vier Läufen war beim ersten Eisspeedway-Supercuprennen in Schweden für Lukas Hutla Schluss. SPEEDWEEK.com erkundigte sich beim Tschechen nach seinem Gesundheitszustand.
Mit sieben Punkten aus seinen ersten drei Läufen war Lukas Hutla beim ersten Rennen im schwedischen Supercup stark gestartet, doch nach einem dritten Rang in seinem vierten Lauf meldete er sich ab und verzichtete auf den zweiten Event in Östersund.
«Nach einem Trainingssturz hatte ich Probleme mit beiden Knien und dem rechten Bein», erläuterte Hutla. «Die Halswirbelsäule machte mir dann am Renntag auch noch zu schaffen und nach dem dritten Lauf dachte ich, es geht nicht mehr. Ich startete zwar im vierten Durchgang, aber die Schmerzen zwischen Schulter und Nacken waren unerträglich und ich konnte meinen Kopf nicht mehr drehen. Zuhause im Krankenhaus konnte der Arzt keine ernsthafte Verletzung feststellen und verordnete mir zwei bis drei Wochen Ruhe. Inzwischen fühle ich mich wieder gut und bin bereit für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft Ende Januar und ich freue mich, dass ich die Saison fortsetzen kann.»
Die Qualifikation in Örnsköldsvik galt es auch schon im vergangenen Jahr zu bestehen, als Sieger gelang dies Hutla eindrucksvoll. Wenige Wochen später setzte er mit dem Triumph bei der offenen Tschechischen Meisterschaft und dem EM-Titel noch eins drauf.
«Ich freue mich auf das EM-Rennen in Finnland», betonte Tschechiens Nummer 1. «Dieses Jahr ist die Konkurrenz stärker, was gut ist. Favorit ist für mich Lokalmatador Max Koivula, aber es werden auch viele andere gute Fahrer am Start sein», blickte Hutla im Gespräch mit SPEEDWEEK.com voraus. «Ich will meinen Titel erfolgreich verteidigen und das könnte hart werden, doch ich fürchte niemanden. Ich brauche nur ein gutes Motorrad, dann komme ich ins Finale und dort ist alles möglich.»
Bevor es nach Finnland zur Europameisterschaft geht, hofft Hutla auf Eisspeedway-Events in Tschechien. «Wenn der Frost anhält, sind zwei Rennen geplant: Am 14. Februar in Hammer am See und am 15. Februar in Opatowitz. Alles hängt vom Wetter ab.»
Lukas Hutla will seinen Inzell-Fluch besiegen
Für die Weltmeisterschaft, die 2026 in drei Grands Prix ausgetragen wird, hofft Lukas auf ein gutes Resultat und will seinen persönlichen Fluch von Inzell besiegen: «Letztes Jahr war meine beste Saison, aber vor der Weltmeisterschaft klappte plötzlich nichts mehr, was die ganze Saison über so gut funktioniert hatte. So was kommt vor, und leider passierte es mir zum ungünstigsten Zeitpunkt. Jedes Jahr komme ich nach Inzell und sehe dieses legendäre Dach. Ich sage mir dann immer: ‚Dieses Jahr, mein Freund, schaffe ich es hier.‘ Und dann ist es doch wieder schwierig. Ich mag Inzell, genauso wie jede andere Bahn – wenn meine Technik passt, kann ich dort ein gutes Ergebnis erzielen. Ich habe mir fest vorgenommen, es dieses Jahr zu schaffen. Ich will auch in der WM schnell sein und eine Medaille heimbringen – wir werden sehen, welche es wird.»
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