Andreas Roos von BMW: «Die Haltbarkeit ist im Fokus»
Für das Hypercar-Programm von BMW ist die neue Saison wohl die Phase der Wahrheit. Sportchef Andreas Roos sagt, was sein Team über den Winter anders machte und wie der nächste Schritt gelingen soll.
«Zuerst sind wir einmal glücklich, dass die Saison endlich losgeht. Imola ist immer ein toller Event. Wir haben beim Prolog unsere To-do-Liste gut abgearbeitet. Wir sind zufrieden, beide Autos in der Hyperpole gehabt zu haben. Das gelang nur drei Herstellern. Aber wir wollen trotzdem beim nächsten Mal noch weiter vorn stehen. Man sieht ja, wie eng das Feld beisammen liegt. Das ist natürlich gut für die Meisterschaft. Bei uns hat nicht alles optimal gepasst, daher gibt es noch Arbeit. Wir müssen den Jungs ein Auto geben, von dem sie genau wissen, was es macht», erklärte Roos.
Über die Saison gesehen ist für ihn klar: «Wir wollen Rennen gewinnen und bei den großen Events das Podium erreichen. Aber man muss realistisch bleiben: In dieser engen Serie muss wirklich alles passen.» Er sah zuletzt in der US-Meisterschaft (IMSA) schon Aufwärtstendenzen: «Daytona war mit Platz drei schon gut, da hat sich das Evo-Update schon als richtiger Schritt gezeigt. Und an diesem Wochenende in Long Beach schaffte Marco (Wittmann) die erste Startreihe. In Imola im Rennen kann natürlich das Wetter eine Rolle spielen. Wenn die Regenprognose stimmt, würde uns das nichts ausmachen, wir hatten hier schon im Regen gute Auftritte. René (Rast) hatte im Training einen extrem starken Long-run, der uns zuversichtlich stimmt.»
Die Saisonvorbereitung im Winter wurde umgestellt. «Das Thema Haltbarkeit stand im Mittelpunkt. Uns fehlten im Vorjahr zwei Prozent auf das Maximum der möglichen Runden. Man muss zuerst ankommen, wenn man gewinnen will. In den Tests konzentrierten wir uns daher auf Dauerläufe», erklärte Roos.
Was die Konkurrenz betrifft, meint er: «Toyota war durch das große Update schwierig einzuschätzen, die sind wieder vorn dabei. Ferrari war die ganze Woche superstark und wird auch im Rennen eine führende Rolle spielen. Man darf auch Alpine und Peugeot nicht außer Acht lassen, die bisher einen guten Eindruck vor allem auf Long-runs hinterließen.»
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