Gustl Auinger gibt zu: «Habe mit einer riesigen Pleite aufgehört!»
Im Rahmen von «Sport und Talk aus dem Hangar-7» bei ServusTV sprach August «Gustl» Auinger über Nachwuchshoffnung Leo Rammerstorfer. Er schilderte die Unterschiede zu seiner aktiven Rennfahrer-Zeit.
Im Rahmen der Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7», die am Montag vom Hotel Schönberghof am Red Bull Ring in Spielberg ausgestrahlt wurde, war der Motorsport zentrales Thema. Unter den Gästen im Motorrad-Grand-Prix-Talk war auch August «Gustl» Auinger, der seit der Gründung als Instruktor und Coach im Red Bull Rookies Cup tätig ist. Eingeladen war neben Martin Bauer auch Auingers ehemaliger Rookies-Cup-Schützling Leo Rammerstorfer, der 2026 als Stammfahrer in der Moto3-WM im Sic58-Team debütiert.
«In der heutigen Zeit ist das natürlich ein anderer Weg. Beim Leo ist es so, dass es immer noch ein recht bescheidener Weg ist. Er ist aus einer Generation, wo er nicht schon mit acht Jahren Rennen fahren konnte», gab Auinger zu bedenken. «Leo ist erst später gekommen und dann mit einem Motorrad, das nicht extrem konkurrenzfähig war. Er hat es dann aber gut gemacht. Er war drei Jahre lang im Rookies Cup – wir haben viel Spaß gehabt. Es ist ein harter Weg. Und es geht immer weiter – nach der Moto3 kommt der nächste Schritt mit der Moto2.»
Gustl Auinger: «In meiner Zeit hast du in der 125er oder 250er in Pension gehen können»
Auinger erinnerte sich: «In meiner Zeit hast du in der 125er oder 250er in Pension gehen können. Das Einzige, was gleich war, man hat auch damals versucht, ein Motorrad am Limit zu bewegen. Wir haben die Motorräder gekauft und versucht, sie besser zu machen. Wir hatten zudem immer die Möglichkeit im Hinterkopf, es wieder zu verkaufen», so der 70-Jährige. «Es war aber nichts zu verdienen – ich habe mit einer riesigen Pleite aufgehört. Das hat sich heute geändert – aber es ist heute kälter!»
Die Herausforderungen für junge Asse beschrieb Auinger so: «So fantastisch der Rookies Cup ist, du musst dort einer von 26 sein und das Beste aus dem Paket machen. Der Schritt in die Moto3 war sehr gut, weil Leo sagte, er will es wissen. Leo hat auch ein paar Rookies-Rennen gezeigt, wo ich gesagt hab: ‘Wow!’ Aber es war noch nicht ganz konstant. Aber der Schritt jetzt war sehr gut.»
Der fünffache Grand-Prix-Sieger Auinger ergänzte: «Leo ist jetzt in einem Zwei-Mann-Team – er muss das ganze Spektrum und das ganze Potenzial in der Truppe für sich nutzen. Es ist eine unglaubliche Informationsflut, die er bisher so nicht gekannt hat. Aber ich glaube ganz fest an ihn. Ich habe ihm versprochen, dass ich helfe, wenn ich Zeit habe. Leo braucht aber auch Geduld und Zeit. Die Öffentlichkeit sieht nur das Showprogramm und will, dass er abliefert. Ich bitte deswegen unsere heimischen Fans, dass sie etwas Geduld haben. Der Leo kann das!»
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