6h Imola: Toyota siegt vor Ferrari beim WEC-Auftakt 2026
Brendon Hartley, Ryo Hirakawa und Sébastien Buemi gewinnen das erste Saisonrennen der Sportwagen-WM (FIA WEC) in Imola vor James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi im Ferrari 499P.
Triumph von Toyota beim großen WEC-Heimspiel von Ferrari in Imola: Beim Debüt des TR010 Hybrid (eine hauptsächlich aerodynamische Überarbeitung des GR010 Hybrid) gewannen Brendon Hartley, Ryo Hirakawa und Sébastien Buemi in einem taktisch geprägten Rennen vor einer atemberaubenden Kulisse von über 92.000 Wochenend-Zuschauern. Das Trio führte weite Teile des Rennens an und hatte letztendlich die beste Pace/Strategie. Als Hersteller gewann Toyota bereits 2024 in Imola.
Das Rennen begann zunächst der am Ende zweitplatzierte Ferrari 499P von James Calado, Antonio Giovinazzi und Alessandro Pier Guidi von der Pole-Position aus. Der am Ende siegreiche Toyota startete von Platz zwei, musste aber schon nach wenigen Kurven die Position an den zweiten Werks-Ferrari von Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen hergeben. Molina startete mit der weichsten Reifenmischung und hatte somit schon schnell ein gutes Grip-Level.
Unter dem Jubel der Tifosi gab es somit zu Rennbeginn eine Ferrari-Doppelführung. Doch den ersten Rückschlag mussten die Lokalmatadoren verkraften, als Molina eine Durchfahrtsstrafe kassierte und zurückfiel. Das Auto beendete das Rennen final auf der sechsten Position.
Zu Rennmitte gab es dann zwei Gelbphasen und der Toyota von Hartley/Hirakawa/Buemi konnte die Führung vom Calado/Giovinazzi/Pier Guidi-Ferrari übernehmen. Mit einer starken Pace war der Lead im weiteren Rennverlauf nie mehr gefährdet – und so startete Toyota mit einem Sieg und einem Vorsprung von über 13 Sekunden in die Saison. Um Platz zwei gab es auf der Strecke im letzten Renndrittel nochmals einen Fight zwischen dem zweiten Toyota von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries und dem Ferrari von Calado/Giovinazzi/Pier Guidi. Erst beim letzten Stopp gab es die Entscheidung zugunsten des Ferrari.
Alpine und BMW knapp am Hypercar-Podium vorbei
Flott unterwegs waren in Imola auch Alpine und BMW. Der französische A424 von António Félix da Costa, Ferdinand Habsburg und Charles Milesi beendete das Rennen auf Platz vier vor dem M Hybrid V8 von Robin Frijns und René Rast. Hinter dem angesprochenen Werks-Ferrari von Fuoco/Molina/Nielsen und dem zweiten BMW von Magnussen/Marciello komplettierte der Cadillac V-Series.R von Earl Bamber und Sébastien Bourdais die Top Acht. In der LMGT3-Klasse siegte der BMW M4 LMGT3 Evo von Daniel Harper, Anthony McIntosh und Parker Thompson. Das nächste Saisonrennen der FIA WEC steigt am 9. Mai 2026 im belgischen Spa-Francorchamps.
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