Antonelli schäumt: «Russell drängte mich ab! So also um WM? Gut zu wissen!»
Der aufregende Sprint von Montreal endet mit dem dritten Rang für WM-Leader Kimi Antonelli, hinter Russell und Norris. Der 19-jährige Mercedes-Fahrer ist wütend nach dem heissen Tanz mit Russell.
Erster Sprint im Rahmen eines Kanada-GP, Rang 3 für Kimi Antonelli: Der italienische Teenager zeigte auf der Traditionsstrecke von Montreal Nerven nach einem beinharten Duell mit George Russell – Kimi ist überzeugt, dass sich Russell unfair verhalten hat.
Das gibt nach dem ersten Montreal-Sprint zu reden: WM-Leader Kimi Antonelli griff Sprint-Leader George Russell an, rutschte in Kurve 1 aber geradeaus, der Brite blieb vorne. Im hinteren Pistenbereich Antonelli dann nochmals im Gras, Weltmeister Norris sagte Dankschön und übernahm P2.
Kimi schimpfte am Funk über die Gegenwehr von Russell: «Das war sehr ungehörig. Das sollte eine Strafe geben, ich war auf gleicher Höhe!»
Ermahnt von seinem Renningenieur Pete Bonnington, die Ruhe zu bewahren und auf seine Reifen und Norris zu achten, zischte Kimi: «Mir egal, er hat mich weggedrängt.»
Da meldete sich Teamchef Toto Wolff und sprach ein Machtwort: «Kimi, konzentrier dich aufs Fahren und nicht aufs Jammern am Funk.»
Nach dem Fallen der Zielflagge maulte Antonelli weiter: «Wenn wir so um die WM kämpfen, dann gut zu wissen …»
Daher erneut der Chef höchstpersönlich am Funk: «Kimi, das ist nun das vierte Mal, das ist nicht der Zeitpunkt, um so etwas zu diskutieren, wir machen so was intern, nicht am Funk.»
Ob Antonelli da noch was sagte, ist nicht überliefert.
Nach dem Sprint fand Kimi: «Wir hatten vor dem Rennen eine Besprechung, was solche Szenen angeht, offenbar habe ich da was falsch verstanden. Offenbar brauche ich da ein wenig mehr Klarheit. Die klare Vorgabe des Teams ist – keine Berührung. Und da gab es eine Berührung.»
«Ich war auf gleicher Höhe, ich wurde abgedrängt, dann habe ich in Kurve 6 einen Fehler gemacht, das hat mein Rennen versaut.»
Zum Einwand von Russell, in Kurve 1 von Montreal könne man halt nicht überholen, verzieht Antonelli das Gesicht: «Was mich angeht, so bin ich der Meinung – wenn ich auf gleicher Höhe mit meinem Gegner liege, dann kann ich in jeder Kurve überholen.»
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