Mercedes-Chef Toto Wolff nach Machtwort für Antonelli: Gutes Kino für Fans
Im WM-Duell zwischen Kimi Antonelli und George Russell wird der Ton rauer: Der Italiener schimpfte über den Briten am Funk und wurde dafür von Mercedes-Teamchef Toto Wolff gemassregelt.
Haben wir im Sprint von Montreal einen Vorgeschmack darauf bekommen, was in den kommenden Wochen und Monaten auf uns zukommt? Denn mit einem überlegenen Mercedes heisst das Titelduell primär Kimi Antonelli gegen George Russell, und da sind im und nach dem kurzen Rennen von Kanada die Fetzen geflogen.
Kimi Antonelli fühlte sich bei seiner Attacke auf Renn-Leader George Russell abgedrängt, der Italiener meldete sich mehrfach am Funk, worauf Teamchef Toto Wolff mal kurz ein Machtwort sprechen musste.
WM-Leader Kimi Antonelli griff Sprint-Leader George Russell an, rutschte in Kurve 1 aber geradeaus, der Brite blieb vorne. Im hinteren Pistenbereich Antonelli dann nochmals im Gras, Weltmeister Norris sagte Dankschön und übernahm P2.
Kimi schimpfte am Funk über die Gegenwehr von Russell: «Das war sehr ungehörig. Das sollte eine Strafe geben, ich war auf gleicher Höhe!»
Ermahnt von seinem Renningenieur Pete Bonnington, die Ruhe zu bewahren und auf seine Reifen und Norris zu achten, zischte Kimi: «Mir egal, er hat mich weggedrängt.»
Da meldete sich Teamchef Toto Wolff und sprach ein Machtwort: «Kimi, konzentrier dich aufs Fahren und nicht aufs Jammern am Funk.»
Nach dem Fallen der Zielflagge maulte Antonelli weiter: «Wenn wir so um die WM kämpfen, dann gut zu wissen …»
Daher erneut der Chef höchstpersönlich am Funk: «Kimi, das ist nun das vierte Mal, das ist nicht der Zeitpunkt, um so etwas zu diskutieren, wir machen so was intern, nicht am Funk.»
Bei den Kollegen von Sky versucht der Wiener Wolff, die Wogen zu glätten: «Das war zunächst mal gutes Kino für die Fans, aber auch ein gute Lehrstunde für Mercedes.»
«Man sieht, wie schnell man einen Vorsprung aufgibt, wenn man einfach miteinander hart fightet. Und da gehören immer zwei dazu. Wir müssen sehen, was wir daraus lernen können, damit wir in Zukunft diese Situationen vermeiden.»
«Ich glaube, wenn der Gegner nicht George ist, sondern ein anderer Fahrer, dann wirst du von dem auch nicht erwarten, dass er dort neben dir herfährt und dich zum Überholen einlädt.»
«Was Kimi angeht, so kannst du allerdings auch nicht erwarten, einen Löwen im Auto zu haben und einen Welpen ausserhalb. Da gehören eben auch Emotionen am Funk dazu.»
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