Boxenstopps: Red Bull Racing-Titel, McLaren-Rekord
Red Bull Racing hat 2022 den «DHL Fastest Pit Stop Award» gewonnen. Den schnellsten Reifenwechsel der GP-Saison hat aber McLaren gezeigt, mit 1,98 Sekunden am Wagen von Daniel Ricciardo in Mexiko.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Hut ab: Der englische Red Bull Racing-Rennstall hat zum fünften Mal hintereinander den "DHL Fastest Pit Stop Award" erobert; eine Trophäe, die von Formel-1-Logistiker DHL für die schnellsten Boxenstopps übers ganze Jahr verliehen wird.
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RBR hat fünf der zehn schnellsten Reifenwechsel 2021 gezeigt. Jahresbestzeit der flinken Hände ging jedoch ans McLaren-Team. Dort wurde im Grossen Preis von Mexiko der Australier Daniel Ricciardo in sagenhaften 1,98 Sekunden abgefertigt. Viele Experten hatten damit gerechnet, dass es länger als ein Jahr dauern würde, bis es nach der Umstellung auf Niederquerschnittreifen auf grösseren Felgen wieder einen Stopp unter zwei Sekunden geben würde. Der Boxenstopp-Weltrekord von 1,82 Sekunden aus dem Grossen Preis von Brasilien 2019 bleibt ungebrochen, aufgestellt von Red Bull Racing am Wagen von Max Verstappen.
Was macht der Rennstall aus Milton Keynes seit Jahren konstant besser als die Gegner? Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner sagt: "Das Geheimnis besteht in einer Kombination verschiedener Faktoren. Das beginnt alles bei unserem Sportchef Jonathan Wheatley und Chefmechaniker Phil Turner und hat seine Wurzeln in einem harten Training."
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"Die Jungs sind stolz darauf, schnelle Stopps zu zeigen. Jeder Mechaniker will Teil dieser Truppe sein, und es besteht ein gesunder Konkurrenzkampf, wer mitmachen kann. Ich sehe das ein wenig wie früher in der Schule: Wenn im Sport Teams gebildet werden – wer wird dann bevorzugt gewählt? Für unsere Leute ist es eine Frage der Ehre, hier Vorrang zu erhalten."
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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"Und dann dreht sich alles um Details und Übung, Übung und noch mehr Übung. Wir arbeiten an geringfügigen Verbesserungen, die in der Summe das Entscheidende ausmachen. Wir arbeiten auch hart an der Konstanz. Denn es reicht nicht, den schnellsten Stopp in Rennen hinzubekommen, bei den anderen drei aber zu patzen." Team-Manager Jonathan Wheatley ergänzt: "Für mich steht immer der Mensch im Mittelpunkt. Grundsätzlich braucht es für diesen Job eine Fachkraft, die auch in stressigen Momenten kühlen Kopf bewahren kann. Wir trainieren nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern arbeiten auch an der mentalen Stärke. Ganz wichtig für uns ist ein sicheres Umfeld, wir wollen keine Verletzungen. Das Ziel besteht darin, dass die gleichen Mechaniker konstant am Wagen arbeiten, über die komplette Saison. Unterm Strich würde ich sagen, diese Faktoren zählen am meisten – Ausgeglichenheit, Ehrgeiz, Konstanz."
DHL Fastest Pit Stop Award 2022 1. Red Bull Racing 2. McLaren 3. AlphaTauri 4. Ferrari 5. Alpine 6. Aston Martin 7. Williams 8. Mercedes 9. Alfa Romeo 10. Haas
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