Haas-Teamchef Komatsu mahnt: «Man darf das nicht ignorieren»
Nächste Woche kommt die Formel 1 zur großen Regel-Sitzung zusammen. Haas-Teamchef Ayao Komatsu erklärt, welche Rolle der schwere Unfall von Oliver Bearman bei den Beratungen spielt.
Spätestens der schwere Unfall von Oliver Bearman in Suzuka mit einer Wucht von 50 g und einem Abflug bei über 300 km/h rief allen in der Formel 1 in Erinnerung, wie gefährlich dieser Sport sein kann. Der Haas-Pilot wurde zum Glück nur leicht verletzt, prellte sich das Knie. Großes Glück im Unglück. Ein Zusammenhang zwischen Unfallursache und dem Energiemanagement der neuen Boliden liegt nahe. Schon nächste Woche sollen Änderungen diskutiert werden – nicht nur wegen Bearman, aber der Vorfall wird Thema sein.
Sicherheit hat oberste Priorität
Bearmans Teamchef bei Haas, Ayao Komatsu, sagte nach seinem Heim-GP in Japan: «Wir müssen sehr sorgfältig abwägen zwischen sportlichen Aspekten und Sicherheit. Wir sollten die Sicherheit nicht als Ausrede benutzen. Gleichzeitig muss die Sicherheit jedoch oberste Priorität haben.»
Er merkt aber auch an: Noch ist die Saison jung, in drei GPs und einem Sprint gab es bislang zum Glück nur einen einzigen schweren Unfall. Der japanische Ingenieur: «Wir müssen darauf achten, dass wir genügend Daten sammeln. Wir haben drei Veranstaltungen hinter uns. Es gab einen Zwischenfall.»
Wie das Problem lösen? Wie die Sicherheitsrisiken minimieren? Und wie generell das teils kontrovers diskutierte Reglement verbessern? Für die Beantwortung dieser großen Fragen hat die Formel 1 nun durch die kriegsbedingte Doppel-Absage im Nahen Osten mehr Zeit als gedacht. Kommende Woche (9. April) setzen sich die Teams zusammen, sprechen über das Reglement. Spätestens durch den Bearman-Unfall wurde Sicherheit dort zum wohl wichtigsten Punkte auf der Agenda.
Diskussionen in der F1-Kommission
Komatsu: «Ich weiß noch nicht, wie die Lösung aussieht. Aber wir müssen ruhig bleiben und das alles gemeinsam als F1-Kommission besprechen. Ich bin froh, dass wir das tun. Jedes Mal, wenn wir ein Treffen mit allen Teamchefs, der FIA und der F1 haben, drängt niemand wirklich auf sportliche Vorteile. Ich denke also, dass wir als F1-Kommission auf die richtige Art und Weise diskutieren. Als F1-Gemeinschaft müssen wir uns gemeinsam damit befassen. Man darf das nicht ignorieren. Ich bin sicher, dass wir das auch auf der Ebene der Teamchefs besprechen werden. Also, ja, ich bin sicher, dass wir alle eng zusammenarbeiten werden, um sicherzustellen, dass wir sowohl die Sicherheit als auch das Racing an sich verbessern.»
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