Ex-Pilot Daniel Ricciardo: Rückblickend «dankbar» für Formel-1-Rauswurf
Ex-Pilot Daniel Ricciardo verließ die Formel 1 nicht freiwillig – ist aber für seine zwei Entlassungen im Nachhinein dankbar. Was der Australier übers Aufhören und seinen Handbruch sagt.
Mit dem aufzuhören, was man so sehr liebt und womit man sein ganzes Leben verbracht hat, kann schwer sein. Manchen Formel-1-Piloten wird die Entscheidung über das Karriereende abgenommen, sie werden unfreiwillig in den Ruhestand geschickt. So erging es auch Daniel Ricciardo. Erst wurde sein Vertrag bei McLaren nicht verlängert, dann musste er bei den Racing Bulls Mitten in der Saison gehen. Mehrere Monate danach hat Ricciardo nun seinen Frieden damit geschlossen – und verrät sogar, dass er im Nachhinein dankbar für die Entlassung ist.
Das hat mich sehr mitgenommen.Daniel Ricciardo
Im Podcast «Drive» der Automarke Ford, bei der Ricciardo inzwischen Botschafter ist, sagte der Formel-1-Rentner: «Ich bin in den letzten zwei Jahren zweimal entlassen worden, und das hat mich sehr mitgenommen. Ich hatte mein Herzblut reingesteckt und fühlte mich ziemlich erschöpft. Im Nachhinein war ich aber dankbar, dass sie die Entscheidung für mich getroffen haben.» Er also nicht selbst die Entscheidung treffen musste, wann er sich aus dem Sport zurückzieht, mit dem er bis dahin sein ganzes Leben verbracht hatte.
In seinem letzten «Stint» in der Formel 1 hatte sich Ricciardo auch noch bei einem Rennunfall die Hand gebrochen. Die Ausfallzeit und die verpassten Rennen hatten den Australier aus dem Tritt gebracht. Der Unfall – ein Zeichen?
Ricciardo gab zu: «Ich glaube, es wäre schwer für mich gewesen zu sagen: Ich bin durch mit diesem Kapitel. Obwohl ich wahrscheinlich wusste, dass ich durch war, weil es mir schwerer fiel, auf dem Niveau von Leuten wie Fernando Alonso in ihren Vierzigern zu fahren. Ich hatte das gewisse Etwas verloren. Und es ist in Ordnung, das zuzugeben.» Auch wenn es ihm in dem Moment schwerfiel – irgendwie hat sich doch alles gefügt...
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