George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Bernie Ecclestone hält die allgemeine Verwirrung hoch. Nach seiner Absage an den Nürburgring und an den Hockenheimring war er wenig später teilweise wieder zurückgerudert. Die allgemeine Annahme: Der umtriebige Chefpromoter übt aus finanziellen Gründen Druck aus, pokert ein wenig um das Traditionsrennen in Deutschland. Vielleicht ist es auch nur eine kleine Retourkutsche an das Land, das ihm im vergangenen Jahr den Prozess machte. Wer weiß das bei Ecclestone schon so genau. Es wäre zumindest genau seine Art von Humor.
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Den Verantwortlichen zumindest ist nicht zum Lachen zumute, sie reagieren irritiert. Oder gar nicht. Wie der Hockenheimring, der ausrichtete, nichts sagen zu wollen. Für die Veranstalter des Nürburgrings ist nach wie vor offen, ob das am 19. Juli geplante Rennen auf dem Eifelkurs stattfinden wird. "Das können wir im Moment nicht sagen. Was ich sagen kann, ist, dass wir vor circa zwei Wochen ein Gespräch mit Herrn Ecclestone geführt haben. In diesem Gespräch haben wir Vertraulichkeit vereinbart und werden uns auch daran halten", wird Pietro Nuvoloni von der Betreiberfirma capricorn von SPORT1 zitiert: "Wir sind auch ein wenig von der Aussage von Herrn Ecclestone überrascht worden und haben das so zur Kenntnis genommen."
Doch Ecclestone lässt das Thema nicht ruhen. Und schoss nun gegen die deutschen Formel-1-Fans. "Nur Gott weiß, warum, aber die deutschen Fans sind lausig", zitiert die "Press Association" den 84-Jährigen: "Ich habe keine Ahnung, wieso das in Deutschland so problematisch ist. Sie haben einen deutschen Hersteller, der Konstrukteursweltmeister ist, und sie haben mit Sebastian Vettel einen Fahrer, der vier WM-Titel gewonnen hat."
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Allerdings hatte das Rennen im vergangenen Jahr in Hockenheim nicht genügend Zuschauer (52.000), um schwarze Zahlen zu schreiben. Gut möglich, dass die Verantwortlichen ein wenig finanzielle Entlastung fordern. Zum Status Quo teilte Ecclestone nun aber im Grunde nichts Neues mit: "Es sieht nicht gut aus. Wir versuchen, den Großen Preis von Deutschland zu retten, aber ich kann das nicht garantieren."
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Kein Formel-1-Rennen in Deutschland? Die Betroffenheit ist groß, sollte es tatsächlich so weit kommen. "Das Rennen in Deutschland ist für mich so legendär wie der britische Grand Prix. Es enttäuscht mich sehr zu hören, dass das Deutschland-Rennen noch nicht fix ist im Kalender", sagte der Mercedes-Pilot.
Sein Arbeitgeber teilte der "Welt" mit: "Der Große Preis von Deutschland ist für Mercedes-Benz ein Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Zum einen ist der Grand Prix unser Heimrennen, zum anderen gehört das Rennen zu einer der traditionsreichsten Veranstaltungen der Saison. Für uns sowie für die Formel 1 wäre es sehr schade, wenn der Grand Prix in diesem Jahr nicht stattfinden würde." "Für Deutschland und Mercedes wäre es eine Katastrophe, wenn es kein deutsches Rennen gibt, denn es gehört definitiv zu den Traditions-Events", unterstrich Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda in der "Sport-Bild".
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Der Automobil-Weltverband hält sich aus der Angelegenheit raus, da die Rennen Sache Ecclestones sind. "Ich kann nur auf den Kalender verweisen. Und wenn man sich den anschaut, sieht man den Deutschland GP: Falls es irgendwelche geschäftlichen Probleme gibt, ist es nicht die FIA, sondern der Rechteinhaber, der das kommentieren sollte", sagte FIA-Präsident Jean Todt. Das macht Chefpromoter Bernie Ecclestone zwar. Doch er wirft damit nur noch mehr Fragen auf als dass er Antworten liefert.
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