George Russell nach Australien-GP-Sieg: «Das war ein verdammt harter Kampf»
Melbourne-Polesetter George Russell verlor die Führung im Australien-GP auf den ersten Metern, eroberte die Spitzenposition aber wieder zurück und fuhr seinen ersten Sieg in diesem Jahr ein.
Letztlich konnte George Russell seine achte GP-Pole in den Sieg umwandeln, womit er den sechsten Formel-1-GP-Triumph seiner Karriere feierte. Der Mercedes-Star musste sich den Erfolg aber hart erkämpfen, denn in den ersten Runden machte ihm Charles Leclerc das Leben schwer.
Der Monegasse übernahm im Ferrari gleich mehrmals die Führung, musste sich am Ende aber mit dem dritten Platz hinter dem Mercedes-Duo Russell und Kimi Antonelli begnügen. Grund dafür lieferten die Ferrari-Strategen, die weder die erste noch die zweite Gelegenheit nutzten, den Stopp des 28-Jährigen während der virtuellen Safety-Car-Phase zu absolvieren und damit den Zeitverlust zu minimieren.
Russell bedankte sich und feierte den Sieg im ersten Kräftemessen der neuen Saison, in der eine neue Fahrzeuggeneration zum Einsatz kommt. Danach erklärte der Brite: «Es fühlt sich unglaublich an. Das war ein verdammt harter Kampf am Anfang. Und wir wussten, dass es schwierig werden würde.»
«Als ich zum Start fuhr, sah ich, dass meine Batterie fast leer war. Deshalb kam ich nicht gut weg, und dann hatte ich ein paar wirklich enge Duelle mit Charles, deshalb war ich am Ende unglaublich erleichtert, als ich die Ziellinie kreuzte», schilderte der Mercedes-Pilot.
Russell bedankte sich beim Team und erklärte: «Wir haben lange warten müssen, bis wir dieses Auto hatten, und wir hätten nicht besser in die Saison starten können.» Er gestand auch: «Wir hatten den bösen Verdacht, dass es einen Jo-Jo-Effekt geben würde und sobald einer von uns in Führung ging, fühlte es sich so an, als wäre es unmöglich, diese Position zu halten.»
Später fügte der Sternfahrer an: «Ich bin überglücklich. Das war in gewisser Art und Weise das Rennen, das wir erwartet hatten – ein chaotischer Start, Schwierigkeiten beim Batterie-Management und ein Jo-Jo-Effekt bei den Überholmanövern.» Beim Start habe er Isack Hadjar auf Position 3 und Leclerc auf Position 4 im Rückspiegel im Blick gehabt. «Ich hatte Leclerc im Griff, doch dann kam er aus dem Nichts. Es war ein gutes Rennen. Heute zeigte sich eher der Vorsprung, den wir erwartet hatten. Wir waren ein, zwei Zehntel schneller, aber nicht sieben Zehntel wie am gestrigen Qualifying-Samstag.»
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