Änderungen im Speedway-GP: Was Promoter Mayfield für die Zukunft plant
Im ersten Jahr Speedway-GP geht es für den neuen Vermarkter Mayfield um Konsolidierung und Kostensenkung. Was sich mittelfristig ändern soll, verrät CEO Richard Coleman im Exklusiv-Interview.
Der Kalender der Speedway-Weltmeisterschaft 2026 umfasst zehn Veranstaltungen, los geht es am 2. Mai mit dem Grand Prix von Deutschland in Landshut. Drei Rennen sind in Polen, zwei in England und jeweils eines ist in Deutschland, Tschechien, Schweden, Lettland und Dänemark.
«Als wir
Speedway ist eine Randsportart
«Speedway ist in vielen Bereichen weiterhin eine Randsportart», verdeutlichte der Engländer. «Wir müssen die jetzige Gemeinschaft dazu bringen, dass sie den Grand Prix weiterhin unterstützt. Gleichzeitig müssen wir den Sport aber zu neuen und jüngeren Zuschauern bringen. In diesem Zusammenhang spielt der Kalender eine große Rolle, wir sind nicht die Ersten, die mit ihm ein Risiko eingehen werden. Bei Mayfield haben wir auch mit Finanzberatung sowie Sponsoring in der Formel 1 und anderen Sportarten zu tun. Ich habe großartige Leute, die sich um das tägliche Geschäft kümmern. Der Speedway-GP hat ein sehr gutes Managementteam, deshalb mache ich mir keine allzu großen Sorgen.»
Einer der größten Erfolge, die WBD zusammen mit der FIM erringen konnte, ist, dass sie eine Leiter nach oben erschaffen haben.richard coleman
Für die Saison 2026 hat Mayfield einige Änderungen am Speedway-GP vorgenommen, die zur Kostenreduktion beitragen, gleichzeitig aber die Attraktivität erhöhen: Nur noch das Saisonfinale in Thorn findet an einem Tag und als Einzelveranstaltung statt; die restlichen neun Events sind entweder mit einem Rennen zum World-Cup oder den Nachwusserien SGP2, SGP3 oder SGP4 über zwei Tage gekoppelt.
«Einer der größten Erfolge, die WBD zusammen mit der FIM erringen konnte, ist, dass sie eine Leiter nach oben erschaffen haben», hielt Coleman fest. «Wenn du dir Skispringen von der Großschanze anschaust, dann fragst du dich, wie du das beim ersten Mal machen sollst. Genau so fragt man sich, wie man auf ein Motorrad ohne Bremsen steigen kann. SGP4 macht den Sport zugänglich und ist gleichzeitig die erste Stufe dieser Leiter. Deshalb halten wir dieses Programm für eine gute Idee und werden es beibehalten. Die FIM bringt sich diesbezüglich auch immer mehr ein. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass WBD stellenweise etwas naiv war, die Kosten drastisch stiegen, aber kein Wert daraus resultierte. Wir müssen sehr klug agieren, um die bestmögliche Show zu liefern und zu sparen. So wie WBD die Serie führte, war sie nicht nachhaltig. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass der Toplevel im Speedway-Racing nachhaltig ist.»
Kritik am Punktesystem und dem Sprint
Unter Speedwayfans gibt es weiterhin Kritik am Punktesystem, auch der Sinn der Sprintrennen erschließt sich nicht jedem – Mayfield hat beides beibehalten. «Das Format wurde in den vergangenen Jahren immer wieder geändert, ich halte es für zielführend, wenn die Fans eine gewisse Konstanz haben», betonte Coleman. «Ich sage aber nicht, dass die Welt perfekt ist. Für mich als Promoter ist das Sprintrennen gut. Das wollen wir ausbauen, wo immer es möglich ist. Auch wenn es einen gewissen Widerstand der Fahrer gibt, weil es für sie mehr Läufe und ein zusätzliches Verletzungsrisiko bedeutet. Das sind die besten Fahrer der Welt, sie sitzen jede Woche auf ihrer Speedwaymaschine und es ist keine Überraschung, dass jede Kurve linksherum führt. Sollte ein Fahrer nicht komplett fokussiert sein oder die Abstimmung seines Motorrads ist nicht perfekt, dann ist das für den Sport sogar gut,
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