Gerechtere Verteilung der F1-Preisgelder im Visier
Das Ferrari-Team muss um seine Privilegien in der Königsklasse bangen: Der älteste GP-Rennstall der Welt bekommt für seine Formel-1-Treue jedes Jahr viele Millionen. Damit könnte bald Schluss sein.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Kommt mit den neuen Formel-1-Besitzern auch eine gerechtere Verteilung der Preisgelder? Das ist eine der grossen Hoffnungen, die viele im Fahrerlager mit den neuen Machthabern der Königsklasse verbinden.
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Seit sowohl der Automobilweltverband FIA als auch die Liberty-Media-Teilhaber der Übernahme der Formel-1-Rechteinhaberin durch den Konzern des US-Medienmoguls John Malone zugestimmt haben, scheint die Einführung einer gerechteren Preisgeld-Struktur auch nicht mehr unmöglich. Vor allem, weil die Liberty-Media-Verantwortlichen um den Formel-1-Vorstandsvorsitzenden Chase Carey darüber nachdenken, die üppigen Extra-Zahlungen an das Ferrari-Team zu kürzen. Der älteste GP-Rennstall der Welt bekommt für seine Formel-1-Treue eine stolze Prämie im hohen zweistelligen Millionen-Bereich. Diese führt dazu, dass Ferrari das grösste Stück vom Kuchen abbekommt – auch wenn der Erfolg ausbleibt.
So wurden 2015 insgesamt 903,8 Mio. Dollar (rund 844,5 Mio. Euro) an die elf GP-Rennställe verteilt, wobei Ferrari mit geschätzten 172 Mio. Dollar (etwa 160,7 Mio. Euro) deutlich mehr als alle anderen Teams bekommen hat. Und das, obwohl die Scuderia in der Konstrukteurspokal-Wertung seit 2008 keinen Sieg mehr errungen hat.
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Liberty-Media-CEO Greg Maffei ist überzeugt, dass eine Umverteilung eines Teils der Treueprämie nötig ist, um die Show zu verbessern. Sein Hintergedanke: Denn wenn das Geld an die kleineren Teams geht und der Unterschied zu den Budgets der grossen Teams damit schrumpft, könne man auch spannendere Rennen erwarten.
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Gegenüber "Forbes" betonte der Geschäftsmann deshalb: "Wenn du Ferrari bist, dann kannst du enorme Sponsoring-Einnahmen generieren, wenn die Show stimmt. Und diese steigen, wenn die Rennen besser werden. Eine gerechtere Verteilung der Preisgelder sollte Ferrari also schon aus Eigeninteresse in Erwägung ziehen."
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