Yamaha zieht alle Register, um MXGP-Ass Tim Gajser an die Spitze zu bringen
Yamahas Motocross-Neuzugang Tim Gajser (29) durfte in der Analyse des Grand Prix von Spanien in Almonte auf einen bekannten Riding-Coach aus dem Straßenrennsport zurückgreifen.
Bei Yamaha werden im MXGP-Werksteam alle Register gezogen, um den 450er-Neuzugang Tim Gajser so rasch wie möglich siegfähig zu machen. Der 29-jährige Slowene schaffte bei den Rennwochenenden in Spanien und in der Schweiz bereits jeweils den Sprung aufs Podium. Die Weltmeisterschaft geht an diesem Wochenende in Riola Sardo auf der Mittelmeerinsel Sardinien weiter.
Beim Event in Almonte in Andalusien war ein Mann mit bekanntem Namen als Helfer im Tross von Gajser dabei. Es handelte sich um Eugene Laverty, der ruhige Ire fuhr 2015 und 2016 in der MotoGP im Aspar-Team, im ersten Jahr an der Seite von Nicky Hayden. Zudem war der heute 39-Jährige 2011 zusammen mit Marco Melandri Werksfahrer bei Yamaha in der Superbike-WM. In der Saison 2013 wurde er mit Aprilia Superbike-Vizeweltmeister, davor war Laverty bereits zweimal in der Supersport-Kategorie auf Honda die Nummer 2 der Welt.
Vorerst ein einmaliger Einsatz von Laverty
Hintergrund für die Unterstützung bei Motocross-Gigant Tim Gajser: Laverty ist nach seinem Karriereende als Rennfahrer seit der Saison 2025 bei Yamaha Europa als Riding-Coach engagiert, beschäftigt sich aber hauptsächlich mit den Fahrern in der Superbike- und Supersport-WM. In Almonte half Eugene mit seinen Videoanalysen Gajser und sezierte im Motorhome zwischen den Sessions gemeinsam mit dem fünffachen Weltmeister einige Passagen des schweren Geläufs.
Laverty ist privat immer wieder selbst mit Offroadbikes unterwegs, mit seiner Gattin Pippa lebt er seit einigen Jahren in Portugal an der Algarve. Der Einsatz in der Motocross-WM in Almonte war vor allem der Nähe zu Lavertys Wohnsitz zu verdanken. Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli sagte zu der Aktion: «Eugene hat unseren Offroad-Jungs in Spanien geholfen. Es war interessant, die Zusammenarbeit zwischen Off- und Onroad zu sehen. Vorerst war es aber ein einmaliger Einsatz.»
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