GP-Fahrer und ihre Vorhersagen 2025: Haben sie das wirklich gesagt?
Die Formel 1 bat die GP-Piloten vor der Saison 2025 um ein paar Vorhersagen. Knapp neun Monate später zeigte sich in Abu Dhabi, wie tief die schnellen Herren in die Kristallkugel geblickt haben.
Von punktgenau bis Bruchlandung: Nicht alles, was die 20 Formel-1-Piloten für die Saison 2025 vorhergesagt haben, trat ein. Die schnellen Herren wurden beim WM-Finale in Abu Dhabi mit ihren eigenen Aussagen konfrontiert. Die hatten sie selber vor Beginn der Saison aufgeschrieben und in ein Couvert gesteckt, die Formel 1 holte die Couverts vor dem letzten WM-Lauf auf dem Yas Marina Circuit wieder hervor.
Oscar Piastri hatte geschrieben: «Ich will mich gemessen an 2024 verbessern, und das bedeutet, ich will Weltmeister werden.» Nun fügt der Australier hinzu: «Immerhin hat der erste Teil geklappt.»
Aston Martin-Fahrer Lance Stroll hatte prophezeit: «Weltmeister 2025.» Der Kanadier verzieht das Gesicht: «Das hat wohl nicht ganz funktioniert.» Stroll wurde WM-16.
Ebenfalls eine Bruchlandung erlitt Liam Lawson. Der hatte geschrieben: «Ein Rennen gewinnen.» Dann wurde der Neuseeländer bei Red Bull Racing nach zwei Wochenenden gegen Yuki Tsudoda ausgetauscht.
George Russell hatte geschrieben: «Weltmeister werden – in Bezug auf dieses Ziel habe ich leider versagt.»
Esteban Ocon: «Ich will meine Träume verwirklichen und jeden Moment geniessen.» Damit liess sich der Franzose genügend Spielraum, um nicht komplett daneben zu liegen.
Lando Norris: «Mir selber treu bleiben, das Leben geniessen, mehr für andere Menschen tun.» Der McLaren-Fahrer war von seiner Aussage selber gerührt.
Aber Norris hatte auch geschrieben: «Ich will Fahrer-Weltmeister werden und McLaren helfen, die Konstrukteurs-WM zu gewinnen.» Nun schlussfolgert Lando: «Da lag ich ziemlich gut.»
Fernando Alonso hatte nur zwei Wörter notiert: «Glücklich sein.» Hat der Spanier das geschafft? «Ja.»
Der zweifache Champion hatte auch vorhergesagt: «Zehn verschiedene GP-Sieger.» Wir hatten aber nur vier.
Haas-Fahrer Oliver Bearman liest von seiner Karte ab: «Vierter werden in Mexiko.» Der Engländer fügt hinzu: «Ist es nicht verrückt, dass ich das vorhergesagt habe?» Finden wir auch und stellen fest: Wir haben die Karte nicht gesehen. Bearman lässt das ein wenig sacken, dann gibt er seine Schummelei zu: «Nein, in Wahrheit hatte ich geschrieben – bei einem Rennen unter die ersten Fünf kommen. Und das habe ich wirklich geschafft.»
Carlos Sainz hatte festgehalten: «Ich will Williams helfen, Fortschritte zu erzielen, und ich will an diesem Ritt Freude haben.» Der Madrilene nickt: «Voll erfüllt!» Er hatte auch notiert, dass er einen Podestplatz erreichen will. Ebenfalls erfüllt.
Alex Albons Notiz lautete: «Erster Podestplatz für Williams.» Das hat leider nicht geklappt. Auch mit seiner zweiten Vorhersage schoss der Thai-Brite weit am Ziel vorbei: «Podestplatz für Yuki Tsunoda.»
Sauber-Fahrer Gabriel Bortoleto: «Ich hatte geschrieben – Freude haben, Fortschritte machen, schnell sein.»
Der Brasilianer hatte auch notiert: «Regen in Bahrain, aber kein Regen in Interlagos.» Und fügt jetzt hinzu: «Hm, das hat nicht gestimmt. Dafür regnete es in Las Vegas, das finde ich noch verrückter.»
Punktlandung für Isack Hadjar. Der Pariser hatte auf die Karte gekritzelt: «Ich will einen Podestplatz.» Hat er in Zandvoort abgehakt.
Kimi Antonelli hingegen hat sein Ziel verpasst: «Unter die ersten Fünf in der WM kommen.» Der Italienische Teenager wurde Siebter.
Pierre Gasly entschuldigt sich bei den Tifosi: «Ich hatte auch geschrieben, dass Ferrari die Konstrukteurs-WM gewinnt.»
Auch Nico Hülkenberg lag daneben, denn er hatte in Sachen Weltmeister notiert: «Charles for president.»
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