Marc VDS mit Canet und Öncü: Kompletter Fehlstart in die Moto2-Saison 2026
Das einstige Spitzenteam Marc VDS kommt 2026 nicht in Fahrt. Aron Canet und Deniz Öncü fuhren bisher hinterher – nach drei Rennen steckt die Mannschaft tief im Tabellenkeller der Moto2-WM.
Marc VDS gehörte in den vergangenen Jahren zu den absoluten Topadressen der Moto2-Weltmeisterschaft. Doch der Start in die Saison 2026 verläuft für das belgische Team alles andere als nach Plan. Mit den Neuzugängen Aron Canet und Deniz Öncü sollte eigentlich ein neuer Angriff auf Spitzenplätze erfolgen – bislang bleibt dieser jedoch aus.
Nach den ersten drei Rennwochenenden spiegelt sich die sportliche Krise deutlich in den Ergebnissen wider: Canet beendete die Rennen in Buriram, Goiania und Austin lediglich auf den Positionen 11, 22 und 13 und liegt damit nur auf Rang 16 der Gesamtwertung.
Teamkollege Öncü kommt mit den Plätzen 9, 20 und 20 ebenfalls nicht über Mittelmaß hinaus und ist aktuell WM-17. In der Teamwertung rangiert Marc VDS nur auf dem elften Platz von 14 Teams – ein ungewohnt schwaches Bild für die erfolgsverwöhnte Mannschaft.
Vor einem Jahr war Canet ein WM-Kandidat
Beim Grand Prix in Austin deutete sich zumindest ein leichter Aufwärtstrend an. Canet zeigte sich nach Verbesserungen im Verlauf des Wochenendes optimistisch und konnte im Rennen phasenweise konkurrenzfähig agieren. Dennoch reichte es am Ende nur zu Rang 13. Immerhin zog der Spanier ein positives Fazit: «Das war bislang das beste Rennen des Jahres.»
Und weiter: «Ich bin sehr zufrieden. Das war bislang mein bestes Rennen in dieser Saison. Es ist nicht das Resultat, das ich mir wünsche, und auch nicht das, was sich das Team vorstellt. Aber wir müssen uns Schritt für Schritt steigern, und nicht alles wird sofort funktionieren. Wir müssen weiter hart arbeiten, denn an diesem Wochenende habe ich gespürt, dass wir näher herankommen. Wir haben viele Dinge verstanden und eine gute Richtung eingeschlagen. Jetzt gilt es, diesen Weg in Jerez weiterzugehen», so Canet.
Sturz vor dem Rennstart: Kurioser Öncü-Highsider in Austin
Auch bei Öncü lief in Austin nicht alles nach Wunsch. Ein Sturz in der Einführungsrunde erschwerte seinen Renntag erheblich, dennoch biss sich der Türke durch und sammelte wichtige Erkenntnisse. «Wir haben viele Dinge ausprobiert, um mein Gefühl zu verbessern», erklärte er nach dem Rennen.
Trotz eines schwierigen Wochenendes bleibt der 21-Jährige kämpferisch: «Wir haben dieses Amerika-Wochenende beendet, und es war für mich nicht einfach. Aber wir haben viele Dinge getestet, um mein Gefühl zu verbessern. Vor dem Rennstart hatte ich einen Highsider in der Einführungsrunde. Ich konnte trotzdem an den Start gehen und das Rennen aufnehmen. Es war kein positives Wochenende, aber wir haben viele Ansätze gefunden. Für Jerez haben wir einige Ideen. Wir waren nie wirklich niedergeschlagen, auch wenn es nicht nach Plan lief. Wir bleiben stark, arbeiten weiter hart und ich werde alles geben, um in Jerez bereit zu sein.»
Wie es besser geht zeigen aktuell die Teams IntactGP und Aspar, aber auch Pramac und Italtrans sind stark. Manuel Gonzales (IntactGP) führt nach drei Grands Prix die Fahrerwertung mit 39,5 Punkten an. Dahinter folgt Izan Guevara (Pramac) mit 36 Zählern. Daniel Holgado (Aspar) ist in Austin auf den dritten Rang abgerutscht, liegt mit 33 Punkten aber weiterhin in Schlagdistanz zur Spitze.
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