VR46 vor Umbruch: Fermin Aldeguer im Anflug, Franco Morbidelli wackelt
Fermin Aldeguer steht vor dem Wechsel zu VR46. Während Fabio Di Giannantonio in Valentino Rossis MotoGP-Team gesetzt scheint, wächst der Druck auf Franco Morbidelli nach schwachen Ergebnissen.
Bereits im Rahmen des MotoGP-Rennwochenendes in Brasilien verdichteten sich die Anzeichen: Fermin Aldeguer steht vor einem Wechsel vom Gresini-Team zu VR46-Ducati. Der junge Spanier gilt als eines der spannendsten Talente im MotoGP-Paddock – und könnte die Fahrerpaarung des Teams ab 2027 entscheidend verändern.
Offiziell bestätigt ist der Transfer noch nicht, doch VR46-Teamdirektor Alessio «Uccio» Salucci ließ in Gesprächen mit Sky Italia tief blicken. «Wir sind an Aldeguer interessiert; er ist ein fantastischer Fahrer», erklärte der Italiener und befeuerte damit die ohnehin kursierenden Gerüchte.
Franco Morbidelli auf seiner MotoGP-Abschiedstour?
Die Verpflichtung Aldeguers hätte jedoch unmittelbare Konsequenzen für die aktuelle Besetzung. Besonders Franco Morbidelli gerät zunehmend unter Druck.
Ganz anders präsentiert sich derzeit Teamkollege Fabio Di Giannantonio. Der Römer ist aktuell klar der stärkere der beiden VR46-Piloten und überzeugt mit konstanten Leistungen. Salucci stellte deshalb unmissverständlich klar: «Di Giannantonio stand nie zur Diskussion. Wir wollten immer mit ihm weitermachen, und unser Vertragsangebot wird bald kommen.»
Diese Aussage ist eine klare Ansage – und gleichzeitig ein Fingerzeig in Richtung Morbidelli. Während «Diggia» sportlich liefert und sich als feste Größe etabliert, kämpft Morbidelli mit Formschwankungen und mangelndem Grip-Gefühl auf seiner Ducati. Seine jüngsten Resultate spiegeln die Schwierigkeiten wider, die Zukunft im Team ist damit alles andere als gesichert.
Fabio Di Giannantonio hat Alternativen zu VR46
Komplexer wird die Situation durch Spekulationen um Di Giannantonios Zukunft. Trotz seiner starken Leistungen wurde der Italiener zuletzt auch mit einem möglichen Wechsel zu Yamaha in Verbindung gebracht. Sollte sich hier eine Tür öffnen, könnte sich das Fahrerkarussell bei VR46 noch einmal neu drehen.
Fest steht: VR46 richtet den Blick klar nach vorne. Mit einem möglichen Zugang wie Aldeguer würde das Team auf Jugend und Perspektive setzen – und gleichzeitig ein deutliches Signal im Ducati-Kosmos senden. Für Morbidelli hingegen werden die kommenden Rennen zur Bewährungsprobe.
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