Max Verstappen mit Red Bull Racing: Eine Sekunde Rückstand ist zu viel
Die Geschehnisse und der Frust von Max Verstappen beim Grand Prix von Japan in Suzuka wurden in der TV-Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ durch den Experten Patrick Friesacher diskutiert.
Der Suzuka-Grand Prix brachte beim Sieg von Mercedes-Youngster Kimi Antonelli am Sonntag für das Team Red Bull Racing eine weitere herbe Enttäuschung. Im Studio am Salzburger Flughafen wurde in der Live-Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ einige Themen aufgearbeitet. Zu Gast war dort TV-Experte und Ex-Formel 1-Ass Patrick Friesacher (45).
Die Frust-Situation des vierfachen Weltmeisters Max Verstappen (Red Bull Racing) war dabei ein zentrales Thema – Verstappen kam ja in Suzuka hinter Pierre Gasly nur auf Platz 8 ins Ziel.
„Max Verstappen ist ein Vollblut-Rennfahrer. Er liebt das Rennfahren, das hat man auch dem Nürburgring auf der Nordschleife deutlich gesehen, was er da abgeliefert hat“, gibt Friesacher zu bedenken. „Es ist vierfacher Weltmeister. Natürlich schmeckt ihm das jetzt nicht besonders, wenn er da auf Platz 8 herumfährt. Aber im Moment ist das Reglement so.“
Der ehemalige Minardi-Pilot Friesacher erläutert weiter: „Laurent Meckies und die Jungs von Red Bull Racing versuchen jetzt alles, damit sie die Lage verbessern.“ Der Kärntner analysiert zudem: „Die fünf Wochen Pause können jetzt gut sein - aber auch nicht, weil dir zwei Rennen fehlen. Du brauchst halt einfach die Daten, damit du das weiterentwickeln kannst. Aber die Möglichkeit hat Red Bull Racing immer - sie werden alles daran setzen. Im Moment sind sie aber eine Sekunde hinter Mercedes und eine Sekunde im Motorsport ist relativ viel.“
Friesacher weiß: „Sie werden alles daran setzen und sicher große Updates bringen. Die Power-Unit ist nicht das Problem. Es ist eher eine Kombination zwischen Chassis und Aerodynamik. Er ist nicht so happy mit der Fahrzeugbalance. Du brauchst halt ein Auto, das gut einlenkt und dass man damit den Scheitelpunkt ordentlich trifft. Im Moment geht es aber darum, wo setze ich die Batterie ein und wo rekuperiere ich die Energie? Das sind halt die Punkte und Themen, die dem Max wahrscheinlich halt nicht so schmecken.“
Zu einem möglichen Rückzug des 28-jährigen Niederländers aus der Formel 1 sagt Friesacher: „Das wär schon ein riesengroßer Schaden für die Formel 1 – er ist vierfacher Weltmeister! Aber er ist natürlich an dem Punkt angelangt, wo er auch seine Familie und die Freunde sieht. Er sitzt aber auch halt gern im Rennauto, da muss man ein wenig aufpassen. Aber die Formel 1, die FOM, die FIA werden alles daransetzen, dass sie den Max nicht verlieren.“
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