Hamilton-Blamage, Leclerc-Pole: Das sagt Ferrari-Chef
Ein lachendes und ein weinendes Auge bei Ferrari nach dem packenden Abschlusstraining zum Grossen Preis von Ungarn: Charles Leclerc auf Pole-Position, Lewis Hamilton im Tal der Tränen.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top 6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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So nahe liegen in der Formel 1 Glück und Leid zusammen: Bei Ferrari wussten viele Mitarbeiter nicht, ob sie sich jetzt mit Charles Leclerc über eine grandiose Pole freuen sollen oder ob sie mit Lewis Hamilton über dessen verblüffendes frühes Aus in Q2 mitleiden sollen.
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Charles Leclerc wollte gar nicht mehr aufhören zu reden nach seiner ersten GP-Pole seit Baku 2024, Lewis Hamilton hingegen wirkte bei den Interviews, als stünde er auf glühenden Kohlen, seine Antworten waren einsilbig, seine ganze Körpersprach sagte – nichts wie weg hier! Ferrari-Teamchef Fred Vassur stuft das alles so ein: "Ganz ehrlich, auch ich bin von der Pole-Position von Charles überrascht worden. Wir haben ein ziemlich chaotisches Abschlusstraining erlebt, und viele Fahrer haben sich damit schwergetan, konstant schnelle Runden zu zeigen – nicht nur von Quali-Segment zu Quali-Segment, sondern sogar innerhalb der verschiedenen Teile der Qualifikation." "Es hat gewirkt, als würden sich die Verhältnisse von Runde zu Runde ändern, was den Haftgrad der Bahn angeht oder auch die Windverhältnisse. Aber in der allerletzten Runde hat es Charles geschafft, den Wagen ins perfekte Arbeitsfenster zu bringen und herausgekommen ist eine wirklich feine Pole-Position." "Wir begannen die Quali mit recht hoher Pistentemperatur, dann begann es auf einmal zu tröpfeln, es hörte wieder auf, die Temperatur der Strecke fiel und fiel, und vom wechselnden Wind will ich gar nicht erst anfangen zu reden, da war es für die Fahrer und die Ingenieure ganz schwierig, mit der Entwicklung Schritt zu halten." "Es ist schon bei konstanten Bedingungen sehr knifflig, die Reifen ins beste Wirkungsfenster zu bringen und dort zu halten, wenn sich aber die Verhältnisse in kurzer Zeit dermassen ändern, dann wird es fast unmöglich, das Beste aus den Walzen zu holen." "Wir haben selber gestaunt, wie sich das alles entwickelt hat. Auch für Charles wurde es in Q2 verflixt knapp und nun steht er auf dem besten Startplatz! Wer hätte das gedacht?" "Wir haben in den vergangenen Rennwochenenden Fortschritte erzielt, auch mit neuen Teilen, aber das hat heute nicht den Ausschlag gegeben; heute ging es darum, im entscheidenden Moment die Runde auf die Bahn zu zaubern, und Charles hat das wirklich fabelhaft gemacht." "Die Reifen dominieren alles. Wenn wir mit neuen Teilen auf der Bahn zwei Zehntel gewinnen, dann nützt uns das nichts, wenn wir die Reifen nicht ideal nutzen und damit eine halbe Sekunde herschenken." "Was mit Lewis passiert ist, das ist wirklich jammerschade. Wir haben uns als Team bis Ende Q2 schwergetan, um das Beste aus dem Auto und dem Reifen zu holen. In Q1 war Hamilton noch vor Leclerc, der Speed war also da, doch als es um alles ging, war er etwas weniger schnell als Charles, und in einem so dichten Mittelfeld bedeutete dies halt heute, dass er aufhören musste." "Was den Grand Prix angeht, so ist es grundsätzlich einfacher, die Reifen im Rennen unter Kontrolle zu halten als auf einer Runde in der Quali. Und wir hatten am Freitag ermutigende Dauerläufe. Von daher sehen wir dem Grand Prix guter Dinge entgegen." "Zunächst mal wird Charles einen guten Start brauchen, danach sehen wir weiter. Es bringt nichts, zu sehr an die Gegner zu denken. Wir müssen uns auf die eigene Arbeit konzentrieren, alles andere ergibt sich von selber."
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top 6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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