Raul Fernandez (Aprilia) zu Jerez-Test: «Ich mag es nicht, Erster zu sein!»
Trackhouse-Aprilia-Pilot Raul Fernandez beendete den MotoGP-Test in Jerez auf Rang 2. Bei der Zeitenjagd konnte er einen Fortschritt erzielen. Dennoch war er froh, dass er nicht der Schnellste war.
Raul Fernandez zeigte beim Spanien-GP erneut starke Leistungen. Der Aprilia-Pilot erzielte zwei sechste Plätze, in der Gesamtwertung belegt er nach vier Rennwochenenden mit 54 Punkten Rang 6. Seit dem letzten Jahr liefert Fernandez konstant gut Ergebnisse ab. Er ist schnell, was auch Trackhouse-Teammanager Davide Brivio weiß. In Jerez wurde der Italiener nach der Fahrerzusammenstellung für 2027 befragt, nachdem Ai Ogura dem Team mitgeteilt hatte, dass er nächstes Jahr nicht mehr für Trackhouse fahren wird. Jedenfalls sieht alles danach aus, dass der zweite Fahrer – Fernandez – seinen Vertrag verlängern wird.
Beim Test am Montag waren die beiden Trackhouse-Piloten an der Spitze der Zeitenliste zu finden – Ogura auf 1, Fernandez auf 2. Die beiden lagen nur 0,005 sec auseinander.
«Es war ein sehr guter Tag», lautete das Resümee von Fernandez. «Ich bin happy, denn wir konnten auch etwas für die Zeitenjagd finden. Wir hatten zwei weiche Hinterreifen zur Verfügung. Mit dem ersten fühlte sich das Motorrad nicht komfortabel an und ich konnte es nicht so fahren, wie ich es wollte. Es ist sehr schwer, wenn man dieses Gefühl hat», erzählte der 25-Jährige. «Wir sahen uns dann die Daten an und veränderten das Bike ein wenig – danach hat es funktioniert. Ich bin in Jerez das erste Mal eine 1:35er-Zeit gefahren und ich habe mich im zweiten Sektor um drei Zehntelsekunden verbessert. Somit denke ich, dass wir etwas gefunden haben – wir müssen es jetzt in Le Mans noch bestätigen. Der Test war aber sehr positiv.»
Tests mit Aerodynamik-Teilen und neuem Chassis
Welche Teile hat Fernandez über den Tag getestet? «Wir haben auch viel mit dem Medium-Hinterreifen gearbeitet. Wir probierten Dinge bei der Aerodynamik und auch ein neues Chassis aus – all das mag ich sehr. Mit all den Sachen, die wir testeten, war ich mit dem Medium-Reifen sehr schnell. Ich habe damit eine 1:36,2 min geschafft, was heißt, dass ich nicht nur bei der Zeitenjagd schnell war. Wir hatten genug Zeit, um am Setup und an den neuen Teilen, die mir Aprilia gab, zu arbeiten. Es war ein guter Test. Normalerweise ist Jerez eine Strecke, die bei mir eine Wende einleitet. Meine Saison wird danach eigentlich immer besser – das hoffe ich auch dieses Mal.»
Raul Fernandez war auch froh, dass er beim Jerez-Test in der Zeitenliste nicht ganz vorne landete. «Um ehrlich zu sein, mag ich es nicht, bei einem Test Erster zu sein, denn dann schauen alle darauf, was ich mache», lautete seine Erklärung. «Das Wichtige ist, dass wir gut arbeiten, die Zeit kümmert mich nicht – es geht um das Feeling.»
Ergebnisse MotoGP, Jerez-Test (27. April):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Ai Ogura (J)
Aprilia
1:35,944 min
2.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,005 sec
3.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,328
4.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,333
5.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,355
6.
Alex Marquez (E)
Ducati
+0,450
7.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,495
8.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,533
9.
Johann Zarco (F)
Honda
+0,714
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,727
11.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+0,739
12.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,743
13.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+0,934
14.
Luca Marini (I)
Honda
+0,952
15.
Joan Mir (E)
Honda
+1,033
16.
Brad Binder (ZA)
KTM
+1,036
17.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,064
18.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+1,095
19.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+1,127
20.
Dani Pedrosa (E)
KTM
+1,539
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,546
22.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,597
23.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,793
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