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Hamiltons indirekter Titelkampf

Lewis Hamilton hat keine Chance, seinen WM-Titel in diesem Jahr zu verteidigen. Den Titelkampf kann der wiedererstarkte McLaren-Mercedes-Pilot aber wohl beeinflussen.

Formel 1

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Nach einem Kurzurlaub an den Stränden von Los Angeles mit Popstar-Freundin Nicole Scherzinger während der Mini-Sommerpause hat Lewis Hamilton ein klares Ziel. Angetrieben von einem brennenden Verlangen, die erste Hälfte einer turbulenten Saison hinter sich zu bringen, freut sich der 24-Jährige, an diesem Wochenende wieder ins Formel-1-Cockpit zu steigen.

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Er macht klar: In diesem Jahr wird es keine Rennen mehr geben, in denen man mit einem WM-Punkt zufrieden ist. Denn nach dem beeindruckenden Sieg auf dem Hungaroring im letzten Monat ist das McLaren-Mercedes-Team wieder zurück an der Spitze. Die Anwärter auf Hamiltons Formel-1-Krone müssen sich in Acht nehmen.

"Wir wissen, dass wir um weitere Siege an der Spitze mitkämpfen können", gibt sich Hamilton siegessicher. "Unser Ziel ist es, so viele Rennen wie möglich zu gewinnen." Er ist zwar nicht mehr im Titelrennen; beeinflussen kann er es auf jeden Fall.

WM-Leader Jenson Button, dessen ehemals riesiger Vorsprung auf 18,5 beziehungsweise 21,5 Punkte auf die Red Bull Racing-Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel geschrumpft ist, könnte dies zum Verhängnis werden, aber auch zum Vorteil gereichen.

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Sollte sich der MP4-24 einerseits als ein Puffer zwischen den Red Bull Racing-Boliden und den BrawGP-Rennern herausstellen, könnte Buttons Vorsprung innerhalb kürzester Zeit ganz verschwinden – vorausgesetzt, Red Bull Racing nimmt den Platz vor Hamilton ein.

Wenn nun Button andererseits vor Hamilton liegt, könnte er von seinem Landsmann, der dem Red Bull Racing-Duo in diesem Fall wichtige Punkte streitig macht, unbeabsichtigt profitieren.

"Im letzten Jahr lief in Valencia alles gut, ich fuhr auf den zweiten Platz und war auf Augenhöhe mit dem Ferrari von Felipe Massa", erklärt Hamilton. "Die Strecke passt eindeutig zu meinem Fahrstil, und ich hoffe, dass wir nun mit einem besseren Auto mindestens um einen Podestplatz mitkämpfen können. Ich denke, dieses Wochenende sollte für uns gut werden."

Hamilton ist überzeugt, dass das Energie-Rückgewinnungssystem wie schon bei seinem Sieg auf dem Hungaroring eine grosse Rolle spielen wird. Was Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner als "Riesen-Kopfschmerz" bezeichnet hat, spielt Hamiltons Ansicht nach eine Schlüsselrolle für die letzten sieben Rennen.

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"Wenn das Auto besser wird, steigt auch der Wert des KERS-Systems", ist er überzeugt. "Ich denke, dass wir das Tempo der Red Bulls nicht halten könnten, müssten wir das Energie-Rückgewinnungssystem wieder ausbauen." Mit dem KERS, glaubt er, sei sein Dienstwagen genauso schnell wie die Autos von Webber und Vettel: "KERS wird ein immenser Vorteil sein, vor allem beim Start."

Hamiltons Vorfreude wird einzig durch die Tatsache getrübt, dass Michael Schumacher nicht als Ersatz für den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa ins Rennen gehen kann. "Ich habe schon mehrmals betont, dass es ein grosses Privileg ist, nur schon die Strecke mit ihm zu teilen, ich war aus dem Häuschen beim Gedanken, gegen ihn anzutreten. Aber es bleibt mir nichts anderes übrig, als ihm alles Gute und eine schnelle Genesung zu wünschen. Sollte er sich in Zukunft entscheiden, wieder in den Formel-1-Zirkus einzusteigen, werde ich ihn mit offenen Armen empfangen."

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