Lando Norris über bittere Pille in China: «Das ist schwer zu schlucken»
McLaren erlebte am Rennsonntag in Shanghai ein Desaster. Beide Autos konnten den zweiten GP des Jahres nicht in Angriff nehmen. Entsprechend enttäuscht reagierte Formel-1-Weltmeister Lando Norris.
Die Ausgangslage war eigentlich vielversprechend: Das McLaren-Duo Oscar Piastri und Lando Norris hatte im Qualifying zum China-GP die fünft- und sechstschnellste Runde gedreht und sich damit die dritte Startreihe für den zweiten Grand Prix der Saison gesichert. Doch noch vor dem Losfahren war das Rennen für beide Papaya-Fahrer schon gelaufen.
Denn während der Rennvorbereitung wurde am Auto von Norris ein Problem beim Elektro-Teil der Antriebseinheit entdeckt, das sich trotz intensiver Fehlersuche und Schützenhilfe von Motoren-Partner Mercedes nicht rechtzeitig beheben liess. Der Weltmeister schaffte es nicht in die Startaufstellung. Sein Teamkollege fuhr zwar los, wurde in den letzten Minuten vor dem Start aber wieder in die Box geschoben. Auch da war es ein Problem bei der Motor-Elektronik, das das Team zur Aufgabe vor dem Rennstart zwang.
«Es ist wirklich enttäuschend, denn wir haben einen so weiten Weg zurückgelegt und so viel Aufwand betrieben, konnten am Ende aber nicht mal starten. Die Mechaniker haben alles gegeben, um das Problem zu lösen, aber leider war das nicht möglich. Es ist das erste Mal in meiner GP-Karriere, dass ich nicht starten kann. Und das ist schwer zu schlucken», seufzte Norris.
«Aber wir müssen das nun einfach hinnehmen, schauen, was das Problem verursacht hat, und Massnahmen treffen, dass es nicht wieder vorkommt. Jeder im Team ist frustriert, wir alle wollen Rennen fahren und Punkte sammeln. Es ist schade, dass wir nicht ausrücken konnten, auch für die Fans hier, die uns so stark unterstützt haben. Ich weiss nicht genau, wann wir gemerkt haben, dass etwas nicht stimmt. Ich würde sagen, etwa eine Stunde vor dem Ausrücken. Aber ich habe mein normales Programm zum Aufwärmen abgespult, deshalb kann ich das nicht genau sagen», ergänzte der 26-Jährige, der beim TV-Interview mit «Sky Sports F1» auch verriet: «Ich glaube, das Team weiss noch nicht, was genau schief gelaufen ist, sie wissen einfach, dass es sich nicht sofort beheben lässt. Wir müssen genauer schauen, was los war und warum das passiert ist.»
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