Erneut betont Formel-1-Champion Lewis Hamilton, dass die Autos der modernen Königsklasse viel zu schwer sind, und besser wird das nicht. Hamilton findet: «Das ist weder nachhaltig noch spektakulär.»
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Aus "Renault F1" ist Anfang Januar 2021 "Alpine F1" geworden. Um das Kapitel würdig abzuschliessen, hatte Renault das Weltmeister-Auto von Fernando Alonso nach Abu Dhabi gebracht, den Renault R25 mit herrlich kreischendem Dreiliter-V10-Saugmotor. Es war der letzte Zehnzylinder der Franzosen, denn ab 2006 wurde mit 2,4-Liter-V8-Aggregaten gefahren.
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Fernando Alonso scheuchte den Wagen vor leeren Tribünen um den Yas Marina Circuit, was den Asturier nicht davon abhielt, gewaltig Gas zu geben. Die Rundenzeiten von Alonso lagen nur um rund fünf Sekunden über den schnellsten Formel-1-Zeiten. Das liegt vor allem daran, dass die Autos früher rund 150 Kilogramm leichter waren. Der 2005er Renault-Motor leistete 920 PS, die heutigen Turbohybrid-Aggregate liegen bei rund 1000 PS. Die heutigen Rennwagen sind schneller, weil sie viel mehr Abtrieb aufbauen und auf breiteren Reifen rollen, aber gucken Sie mal, wie dramatisch sich das Gewicht der Formel-1-Autos im Laufe der letzten 60 Jahre verändert hat: 1961 bis 1965: 450 Kilo 1966 bis 1968: 500 1969 bis 1971: 530 1972: 550 1973 bis 1980: 575 1981: 585 1982: 580 1983 bis 1986: 540 1987 bis 1993: 500 1994: 515 1995 bis 2008: 595 2009: 605 2010: 620 2011/2012: 640 2013: 642 2014: 690 2015/2016: 702 2017: 728 2018: 734 2019: 743 2020: 746 2021: 752 2022: 790
Lewis Hamilton über seine ideale Formel 1: "Ginge es nach mir, hätten wir V12-Saugmotoren, manuelle Getriebe, keine Servolenkung mehr. Ich möchte Rennwagen, aus welchen ich nach einem Rennen komplett erschöpft aussteige, so als hätte ich einen Marathon absolviert. Die Formel 1 sollte ein Sport für echte Männer sein. Heute kommen diese jungen Burschen, und es fällt ihnen leicht, das Limit zu finden. So sollte es nicht sein. Es sollte vielmehr irrsinnig schwierig sein, so schwierig, dass nur die Besten das schaffen. Und das bedeutet eben auch erheblich leichtere Autos. DAS wäre meine Formel 1." Im Rahmen des Aserbaidschan-GP in Baku hat Lewis Hamilton nachgelegt: "Ich verstehe das einfach nicht. Wieso werden unsere Autos beim Schritt zur neuen Rennwagengeneration 2022 nochmals so markant schwerer? Das ist doch weder nachhaltig noch spektakulär." "Je schwerer die Autos sind, desto mehr Energie brauchen sie – Bremsen, Kraftstoff. Das ist für mich nicht im Einklang mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit. Früher waren die Autos viel flinker und kleiner, das Manövrieren mit jenen Rennern war einfacher. In Monaco sind unsere Autos inzwischen zu gross für den engen Stadtkurs."
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