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Pit Beirer (KTM): «Honda ist näher gekommen, aber nicht vorbeigezogen»
Die Fortschritte von Honda überraschen KTM-Motorsportchef Pit Beirer nicht. Im Gegenteil: Er wertet es als starke Leistung, dass KTM sich in der MotoGP weiterhin vor Honda behauptet.
MotoGP
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In der MotoGP-Saison 2024 sammelte KTM 327 Punkte und Honda hatte als Schlusslicht nur magere 75 Zähler vorzuweisen. Ein Jahr später holte KTM 372 Punkte und Honda steigerte sich auf satte 281 Zähler. Diese Entwicklung veranschaulicht sehr gut, wie groß die Fortschritte sind, die Honda im vergangenen Jahr beim MotoGP-Projekt erzielt hat. Für KTM-Motorsportchef Pit Beirer kommt das aber alles andere als überraschend.
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«Die Leute wundern sich, dass Honda näher kommt. Natürlich kommen sie näher, weil sie permanent neue Schritte reingeben und das doppelte Budget haben», kommentierte Beirer bei einem Event in der Motohall auf die ungleichen Voraussetzungen der Hersteller. Ungleiche Voraussetzungen: Concessions und Riesenbudget bei HRC Beirer verwies mit seinen Aussagen auf die Concessions, die Honda bis zum Ende der MotoGP-Saison 2025 genoss, sowie auf das deutlich höhere Budget. «Es macht mich umso mehr stolz auf das, was unsere Leute leisten. Honda ist näher gekommen, aber auf keinen Fall vorbeigezogen», hielt Beirer fest.
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Die Lage bei KTM war in der vergangenen Saison alles andere als einfach. Zu Saisonbeginn gab es auf Grund der wirtschaftlichen Schieflage keine Entwicklung. Später nahm das Projekt stark an Fahrt auf. Gegen Saisonende war Pedro Acosta ein regelmäßiger Kandidat auf dem Podium und stellte mit Platz 4 in der Fahrerwertung ein sehr erfreuliches Ergebnis für KTM sicher.
«Ich bin super dankbar, dass unser neuer CEO, der Gottfried Neumeister, ein richtiger Rennfan ist», bemerkte Beirer. «Alle haben erkannt, dass der Rennsport, die Marke und die Verkäufe zusammengehören. Das ermöglichte es uns, sehr zeitig mit der Entwicklung des 2027er-Bikes anzufangen.» KTM beim 850er-Bike einen Schritt voraus Und beim 850er-Prototyp ist KTM der Konkurrenz bereits einen Schritt voraus. «Wir waren die ersten, die mit dem 2027er-Bike testen konnten», erklärte Beirer stolz. «Alles, was wir in den zurückliegenden Jahren in der MotoGP gelernt haben, wird in das neue Bike einfließen. Beim bestehenden Bike arbeiten wir natürlich nach, haben aber nicht so viele Freiheiten. Das 2027er-Projekt freut mich riesig. Wir werden aber auch 2026 nicht aus den Augen verlieren.»
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Der Wechsel zum neuen MotoGP-Format mit den 850er-Motoren, der reduzierten Aerodynamik und den Pirelli-Reifen stellt die beteiligten Werke vor große Herausforderungen. Umso wichtiger war der Schritt, die Motorenentwicklung von 2025 zu 2026 einzufrieren. «Ich habe mich extrem stark gemacht, das Einfrieren der Motoren durchzudrücken. Das war rückblickend die beste Entscheidung. Der Motor ist fertig, unser Motor ist richtig stark. Wir sparen Kosten, weil wir die existierenden Teile nutzen können. Und man hat die Kapazität der Ingenieure, um die Entwicklung für den neuen Motor voranzutreiben», so Beirer. Doch die ausbleibende Motorentwicklung für die finale Saison mit den 1000er-Bikes hat für einige Werke auch negative Aspekte. «Der kleine Nachteil ist, dass Honda und Yamaha die Concessions haben. Sie konnten die ganze Zeit ihre Motoren weiterentwickeln, während wir das nicht konnten. Wir bleiben auf unserem Stand stehen, während sie nach jedem Rennen ihre Motoren öffnen und weiterentwickeln können. Wir hingegen fahren zwei Jahre lang mit dem gleichen Motor, der nicht verändert werden darf», hob Beirer hervor und bestätigte damit, dass die japanischen Werke für die finale Saison mit dem aktuellen Format einen Joker haben.
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