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Dakar, Etappe 12: Dacia-Pilot Al-Attiyah gewinnt und steht vor Gesamtsieg
Mit seinem insgesamt 50. Dakar-Etappensieg steht Dacia-Pilot Nasser Al-Attiyah zusammen mit Navigator Fabian Lurquin nach der vorletzten Prüfung vor seinem sechsten Dakar-Triumph.
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Der 55-jährige Katari führte den größten Teil der 311 Kilometer langen Etappe zwischen Al Henakiyah und Yanbu an. Nur kurzzeitig hatten die Ford-Piloten Mitch Guthrie und Mattias Ekström dessen Führung unterbrechen können.
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Al-Attiyah gelangte unmittelbar vor der 100-Kilometer-Marke an die Spitze und verdrängte den frühen Spitzenreiter Guthrie. Zu diesem Zeitpunkt , sah es aus, dass er zusammen mit seinem Dacia Sandrider-Teamkollegen Sebastien Loeb kurzzeitig für Dacia einen Doppelsieg einfahren könnte. Ex-DTM-Pilot Ekström schnappte Al-Attiyah am dritten Checkpoint die Führungsposition weg, doch dieser holte sich auf den nächsten 50 Kilometern die Spitze wieder zurück. Der Abstand zwischen den beiden blieb in der nächsten Phase der Etappe unter einer Minute. Schließlich gelang es aber Al-Attiyah seinen Vorsprung am letzten Checkpoint vor dem Ziel auf 1.38 Minuten auszubauen. Mitch Guthrie und Toby Price von Toyota lagen auf Tuchfühlung und schienen noch Chancen auf den Tagessieg zu haben.
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Im Endspurt zum Ziel gelang es allerdings Al-Attiyah, keine große Dramatik in letzter Minute aufkommen zu lassen. Er sicherte sich mit 1.04 Minuten Vorsprung den Etappensieg zu sichern, womit er seinen zweiten Erfolg im Jahr 2026 perfekt machte.
Zudem war es für Al-Attiyah außerdem der 50. Etappensieg seiner glanzvollen Dakar-Karriere. Zusammen mit den Rekordhaltern Stephane Peterhansel und Ari Vatanen zählt er zu den erfolgreichsten Fahrern in der Geschichte der Dakar. US-Boy Guthrie (Ford) setzte sich schließlich im Kampf um den zweiten Platz durch, nachdem er einen Rückstand von vier Minuten zu Beginn der Etappe aufgeholt hatte.
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Lange hatte es so ausgesehen, dass dieser Rang an seinen Teamkollegen Mattias Ekström gehen würde. Der Schwede fiel im Ziel noch auf den vierten Platz zurück, allerdings nur 1:49 Minuten hinter Al-Attiyah, nachdem Price in seinem Toyota Hilux das Tempo in der Schlussphase erhöht hatte, um sich noch den dritten Platz auf dem Podium zu sichern.
Eryk Goczal und sein Vater Marek Goczal schafften es erneut, sich unter die Werksteams zu mischen und belegten mit Energylandia Toyota die Plätze fünf und sechs.
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Den Polen gelang es, den neunfachen Rallye-Weltmeister Loeb zu übertrumpfen, der am Ende der Etappe auf den siebten Platz zurückfiel, mehr als fünf Minuten hinter seinem Teamkollegen Al-Attiyah. Unterdessen erlitt Nani Roma, neben Hubert Auriol und Stephane Peterhansel, der bislang einzige Fahrer der die Dakar auf dem Motorrad und im Auto gewinnen konnte, mit einem vergleichsweise unauffällig herausgefahrenen achten Platz einen herben Rückschlag in seinen Hoffnungen auf einen dritten Dakar-Sieg. Der Spanier verlor im Verlauf der 12. Etappe mehr als sechs Minuten. Rennsporttausendsassa Romain Dumas im privaten Raptor hatte Roma als Flügelmann für Hilfestellung bei möglichen Komplikationen begleitet. Der Südafrikaner Henk Lategan, der am Donnerstag aufgrund eines gebrochenen Bolzens vier Stunden verloren hatte, klassierte sich mit dem Toyota auf dem neunten Platz, während sein Teamkollege Seth Quintero zwei Plätze dahinter auf Rang 11 das Ziel sah. Zwischen ihnen lag Carlos Sainz Sr. in einem weiteren Ford-Raptor. Obwohl im Vorderfeld dabei, konnte die spanische Rallye-Legende, bei der 48. Dakar-Ausgabe bisher noch keinen Etappensieg verbuchen.
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Vor dem Schlusstag, an der nur noch eine 108 Kilometer lange Schliefe um Yanbu zu fahren ist, führt Al-Attiyah die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 15:02 Minuten vor Roma an. Der sechste Gesamtsieg scheint damit für ihn nur noch Formsache.
In der Gesamtwertung konnte sich Ekström auf den dritten Platz vorschieben. Der Vorsprung auf Sebastian Loeb beträgt nur 29 Sekunden. Somit bleibt die Auseinandersetzung um den letzten Podiumsplatz äußerst spannend. In der Stock-Kategorie lag wieder das Defender-Trio vorne, dieses Mal gewann Sara Price vor Stephane Peterhansel und Rokas Baciuska. Letzter liegt in der Klasse der seriennahen Automobile weiter in Führung.
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Ergebnis 12. Etappe
Position/Fahrer
Fahrzeug
Zeit/Rückstand
1. Al-Attiyah/Lurquin
Dacia
3:21.52 h
2. Guthrie/Walch
Ford
+1.04 min
3. Price/Monleon
Toyota
+1.25
4. Ekström/Bergvist
Ford
+1.49
5. Goczal/Gospodarczy
Toyota
+3.55
6. Goczal/Marton
Toyota
+5.03
7. Loeb/Boulanger
Dacia
+5.13
8. Roma/Haro
Ford
+6.22
9.Lategan/Cummings
Toyota
+7.33
10. Sainz/Cruz
Ford
+7.45
Zwischenstand nach 12 von 13 Etappen
Position/Fahrer
Fahrzeug
Zeit/Rückstand
1. Al-Attiyah/Lurquin
Dacia
48:01.51
2. Roma/Haro
Ford
+15.02 min
3. Ekström/Bergkvist
Ford
+23.21
4. Loeb/Boulanger
Dacia
+23.50
5. Sainz/Cruz
Ford
+36.33
6. Serradori/Minaudier
Century
+53.17
7. Moraes/Zenz
Dacia
+53.35
8. Price/Monelon
Toyota
+58.24
9. Quintero/Short
Toyota
+1:19.10 h
10. Guthrie/Walch
Ford
+1:27.27
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