Minardi: Ferrari und Leclerc – ein Tag zum Vergessen
Rennstallgründer Giancarlo Minardi (77) ordnet das Formel-1-Geschehen ein nach dem Grand Prix von Grossbritannien. Der Italiener lobt McLaren und tadelt Ferrari sowie Mercedes.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Vor 20 Jahren bestritt der italienische Minardi-Rennstall in China den letzten Grand Prix, es war der 340. der Firmenhistorie. Dann wurde aus dem in Faenza ansässigen Rennstall Toro Rosso (inzwischen die Racing Bulls).
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Giancarlo Minardi, heute 77 Jahre alt, trat mit seiner Scuderia von 1985 bis 2005 in der Königsklasse an und hat bis heute die Hand am Puls des Formel-1-Geschehens behalten. In seiner Nachbetrachtung auf der Internetseite des früheren Rennstalls ordnet der Italiener das Geschehen beim Traditions-GP von Grossbritannien ein und stellt fest: "Silverstone bot ein ebenso verrücktes wie spektakuläres Rennen, das von zahlreichen Fehlern von Teams und Fahrern geprägt war, wobei Ferrari und Mercedes negativ aufgefallen sind." "Der absolute Star des Wochenendes war McLaren, deren Renntempo überragend war, eine entwaffnende und in gewisser Weise beunruhigende Überlegenheit, die auf einer ausgezeichneten aerodynamischen Effizienz dieses Autos beruht." "Pech für Oscar Piastri, der seine Rennen geschmälert hat, als das Safety-Car auftauchte; er hat einen trivialen Fehler gemacht, den er sehr teuer bezahlt hat. Piastri hat diesen Grand Prix mehr verloren als ihn Norris gewonnen hat." "Ich habe mich sehr gefreut für Sauber und Nico Hülkenberg: Vom 19. Startplatz aus fuhr der Deutsche hinter den beiden McLaren auf den dritten Platz und erzielte damit den ersten Podestplatz seiner Karriere. Ein tadelloses Rennen, bei dem er aus den Fehlern der Anderen eiskalt Kapital schlagen konnte." "Enttäuschung hingegen bei Ferrari und Mercedes, wo Lewis Hamilton ohne seinen Fehler leicht aufs Podium hätte fahren können. Noch schlimmer erging es Charles Leclerc, der durch eine fragwürdige Strategie mit diesem früheren Reifenwechsel und einige persönliche Patzer unterging – ein Sonntag zum Vergessen." "Pech für Kimi Antonelli, der von Hadjar gerammt wurde, dabei wurde das Heck Kimis Mercedes schwer beschädigt – aus. Wieder einmal wurde der junge Italiener zudem durch eine falsche Strategie aus der Bahn geworfen." "Nach einer aussergewöhnlichen Pole-Position am Samstag wurde Max Verstappen Fünfter, zurückgebunden von einem Dreher und einer zu sehr auf das Trockene ausgerichteten Abstimmung. Red Bull. Racing war auf nasser Bahn mit diesem flach gestellten Heckflügel chancenlos." "Solch besondere Bedingungen wie in Silverstone führen oft zu unvorhersehbaren Platzierungen: Hülkenberg im Sauber und Gasly mit Alpine glänzten, weil sie routiniert ihre Chance nutzten. Aston Martin holte mit dem siebten Platz von Stroll und dem neunten Platz von Alonso wertvolle Punkte. So muss man das machen bei einem so chaotischen Grand Prix."
01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:37:15,735 h 02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +6,812 sec 03. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +34,742 04. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +39,812 05. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +56,781 06. Pierre Gasly (F), Alpine, +59,857 07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:00,603 min 08. Alex Albon (T), Williams, +1:04,135 09. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:05,858 10. George Russell (GB), Mercedes, +1:10,674 11. Oliver Bearman (GB), Haas, +1:12,095 12. Carlos Sainz (E), Williams, +1:16,592 13. Esteban Ocon (F), Haas, +1:17,301 14. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1:24,477 15. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1 Runde Out Kimi Antonelli (I), Mercedes, Unfallschäden Isack Hadjar (F), Racing Bulls, Kollision mit Antonelli Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, Dreher Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, Kollision mit Ocon Franco Colapinto (RA), Alpine, Motorproblem
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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WM-Stand (nach 12 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints)
Fahrer 01. Piastri 234 Punkte 02. Norris 226 03. Verstappen 165 04. Russell 147 05. Leclerc 119 06. Hamilton 103 07. Antonelli 63 08. Albon 46 09. Hülkenberg 37 10. Ocon 23 11. Hadjar 21 12. Stroll 20 13. Gasly 19 14. Alonso 16 15. Sainz 13 16. Lawson 12 17. Tsunoda 10 18. Bearman 6 19. Bortoleto 4 20. Colapinto 0 21. Doohan 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 460 Punkte 02. Ferrari 222 03. Mercedes 210 04. Red Bull Racing 172 05. Williams 59 06. Sauber 41 07. Racing Bulls 36 08. Aston Martin 36 09. Haas 29 10. Alpine 19
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