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Monaco-GP: Kontroverse Regel ärgert Fahrer auch 2026
​Beim 2025er Monaco-GP mussten die Piloten zwei Pflichtstopps absolvieren. Das hat zu merkwürdigen Rennsituationen geführt. Viele halten das Experiment für gescheitert. Aber die Vorschrift bleibt.
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Die meisten Formel-1-Fahrer sind sich mit den meisten Formel-1-Fans einig: Die so genannte Monaco-Regel ist nicht der Stein der Weisen. Zur Erinnerung: Erstmals beim Strassenklassiker mussten die Fahrer im Grand Prix 2025 drei Reifensätze einsetzen, also zwei Mal stoppen.
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Rennställe wie die Racing Bulls und Williams nutzten das sehr geschickt, um taktisch vorzugehen: Sie hatten in gewissen Rennphasen ihre zwei Autos hintereinander, also schlug der hintere Pilot rundenlang ein Zuckeltempo an; die Folge – der vor ihm fahrende Stallgefährte erhielt ein Zeitfenster, gross genug, um ohne Platzverlust einen Satz Reifen loszuwerden. Danach drehten die zwei Schlitzohre die Reihenfolge um und exerzierten das gleich nochmals. Das war natürlich nicht im Sinne des Erfinders, um mehr Spannung zu erzeugen, und die Reaktionen nach dem WM-Lauf waren eher negativ. Natürlich muss Formel-1-Geschäftsleiter Stefano Domenicali die Massnahme in Schutz nehmen. Der Italiener sagt: "Die Strassen von Monaco sind halt eng, die heutigen Autos ziemlich voluminös, also wollten wir etwas Anderes versuchen." "Ich fand es fabelhaft, die tagelangen Diskussionen zu erleben, weil jeder eine andere Meinung darüber hatte, wie die Rennställe taktisch wohl vorgehen würden; dass beispielsweise Einige dachten, viele Fahrer würden im ersten Teil des Rennens gleich zwei Mal anhalten, um ihre Stopps zu absolvieren. Es wurde viel geredet, und niemand wusste so genau, wie das am Ende ablaufen würde. Ich denke, es war der richtige Versuch, denn die Aufmerksamkeit war gross." So gross, dass der Versuch 2026 fortgesetzt wird. Denn im Reglement für die Saison 2026 steht zu lesen: "Am GP-Wochenende von Monaco muss jeder Pilot im Rennen mindestens drei Sätze Reifen beliebiger Spezifikation verwenden." Also werden wir wohl wieder zwei Pflichtstopps erleben. Ex-GP-Fahrer Martin Brundle (66) beschreibt das Problem so: "Seit Jahrzehnten wissen wir in Monaco, dass die Reihenfolge des Qualifyings am Samstag weitgehend das Rennergebnis diktiert; es sei denn, es wir haben Regen, Safety Car-Phasen oder gar eine Rennunterbrechung." "So war es schon immer. Nigel Mansell war 1992 trotz seiner weitaus besseren Reifen nicht in der Lage, Renn-Leader Ayrton Senna zu überholen, nachdem der britische Williams-Star einen späten Reifenschaden erlitten hatte." "Wir sollten also nicht so tun, als ob die mangelnde Action in Monaco nur auf die aktuelle Rennwagen-Generation von zwei Meter breiten Fahrzeugen beschränkt wären. Vor 60 Jahren konnten spindeldürre Autos in Monte Carlo vielleicht überholen, aber die Rennergebnisse waren damals von mangelnder Zuverlässigkeit und Unfällen geprägt." "2024 gab es in Monaco eine rote Flagge wegen eines schweren Unfalls in der ersten Runde. Die Fahrer konnten ihre Reifen in der Box wechseln, womit sie die Vorschrift erfüllt hatten, im Rennen zwei verschiedene Gummimischungen verwenden zu müssen, und sie fuhren dann ohne weiteren Boxenstopp bis zum Ende des Rennens. Die ersten Zehn in der Startaufstellung kamen in genau dieser Reihenfolge ins Ziel." "Als Konsequenz wurde beschlossen, etwas zu unternehmen, um das Rennen aufzupeppen, und nach eingehender Beratung zwischen den Teams, der FIA und der Formel 1 entschied man sich für eine spezielle Regelung für Monaco, die zwei Boxenstopps und damit die Verwendung von drei verschiedenen Sätzen Trockenreifen vorschreibt." "Ich will hier niemanden kritisieren, der in gutem Glauben versucht, den Sport zu verbessern. Allerdings war ich etwas überrascht, dass bei diesem Experiment nicht vorgeschrieben wurde, dass einer dieser Stopps etwa auf halber Strecke oder vielleicht sogar früher eingelegt werden muss." "Es war für mich von Anfang an klar, dass einige Teams im hinteren Teil des Feldes ihre Stopps relativ früh durchführen würden, da sie ohnehin nichts zu verlieren haben, und dass die Teams im vorderen Teil des Feldes ihren zweiten Stopp spät einlegen würden, um das Zeitfenster für Safety-Cars und rote Flaggen zu vergrössern." "Es war auch sofort klar, dass einige Teams ein Auto als Opferlamm einsetzen würden, indem sie langsam fahren, um ihrem zweiten Fahrer zu helfen, den notwendigen Abstand von 21 Sekunden für einen Boxenstopp zu erlangen." "Und genau das ist auch passiert, obwohl das Ausmass, in dem vor allem Racing Bulls und Williams bereit waren, eines ihrer Autos zu verlangsamen, ziemlich alarmierend war." "Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen – Williams und die Racing Bulls haben beide Renner nach einer sehr soliden Qualifying-Leistung in die WM-Punkte gebracht. Taktisch haben sie alles richtig gemacht, aber war dieses Vorgehen im Sinne des Erfinders?" "Das Experiment mit den zwei Stopps hat nicht funktioniert. Wir müssen einfach die Erwartungen für den Renntag von Monaco dämpfen. Wir müssen unser Bestes tun, um das Überholen nach Möglichkeit etwas zu erleichtern, und gleichzeitig aber auch erkennen, dass das Qualifying in Monaco halt eine der speziellsten Stunden der Formel-1-Saison ist."
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