Nico Hülkenberg (Audi): «Auch Erfahrung ist keine Garantie für Erfolg»
Der Deutsche Nico Hülkenberg geht in Australien 2026 zum 251. Mal an den GP-Start, zum ersten Mal mit Audi. Der 38-jährige Emmericher weiss: «Auch Erfahrung ist keine Garantie für Erfolg.»
Wir stehen vor einer Saison mit vielen offenen Fragen. Eine davon: Wir wird sich der Audi-Rennstall schlagen? Nico Hülkenberg im Fahrerlager des Albert Park Circuit von Melbourne, wie üblich ganz der Pragmatiker: «Das werden wir an diesem Wochenende sehen. Wir bekommen erste Erkenntnisse und Anhaltspunkte.»
«Die Wintertests waren okay. Ich denke, wir haben gute Fortschritte gemacht. Gleichzeitig gibt es in vielen Bereichen noch viel Luft nach oben. Wir sind immer noch ein junges Team, besonders auf der Antriebsseite, und das einzige Team mit diesem Motor.»
«Melbourne ist eine tolle Strecke, ganz anders als Bahrain, also denke ich, dass das die Reihenfolge etwas durchmischt werden könnte. Aber wir fahren zum ersten Mal ernsthaft mit diesen neuen Autos, im Qualifying, besonders im Rennen am Sonntag. Ich denke, das könnte interessant werden.»
Über seine Ziele sagt der WM-Siebte von 2017: «Es geht darum, Fortschritte zu machen. Wo wir starten, da starten wir, aber dann im Laufe des Jahres zu wachsen, uns zu verbessern, am Gesamtpaket zu arbeiten, das muss im Mittelpunkt stehen. Natürlich wollen wir wettbewerbsfähig sein, wir wollen Punkte holen. Was das zahlenmässig bedeutet, wissen wir nicht, da wir kein Rennwochenende absolviert haben.»
Nico: «Du musst immer noch das Gaspedal finden»
Hülkenberg gehört mit seinen 250 Grands Prix zu den Routiniers, wie viel ist das in dieser neuen Formel 1 wert? Nico meint: «Erfahrung ist schön und gut, aber sie ist keine Garantie für Erfolg. Man muss immer noch das Gaspedal finden, sich im Auto wohl und selbstbewusst fühlen. Es geht darum, in dieser frühen Phase der Saison, in welcher alles noch so neu ist, schnell zu lernen und sich anzupassen. Die Lernkurve jedes Fahrers und jedes Teams wird enorm steil sein, also würde ich mich nicht einfach auf die Erfahrung verlassen und erwarten, dass sie alles für einen regelt.»
«Die Arbeit im Auto ist wahrscheinlich ähnlich. Es ist learning by doing, und während der Saison werden weitere Unbekannte auftauchen, es gibt auch für uns viele Fragezeichen. Aber als Fahrer habe ich eine zentrale und bedeutende Rolle dabei, wie man die Dinge anpackt, wie man arbeitet, wie man dem Team Feedback gibt und in welche Richtung man steuert. Zweifellos wird das anstrengend und fallweise wohl hektisch; besonders diese ersten Rennwochenenden werden wahrscheinlich noch ein bisschen intensiver sein als sonst.»
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