Coenen-Motocross-Brüder bei MotoGP-WM in Jerez: «Es war verrückt!»
Die beiden belgischen Motocross-Ausnahmekönner Lucas und Sacha Coenen statteten der MotoGP-WM in Jerez einen Besuch ab und staunten über den Rennverlauf auf feuchter Piste und die Technik-Dominanz.
Das MotoGP-Wochenende beim Europa-Auftakt in Jerez de la Frontera lief für Red Bull KTM nicht ganz nach Wunsch. Brad Binder sicherte im Chaos-Sprint am Samstag Platz 4, am Sonntag im Hauptrennen war Tech3-Fahrer Enea Bastianini als Achter bester RC16-Pilot. Fakt ist: Für die Mattighofener läuft es aktuell jedoch im Offroad-Bereich exzellent. In Jerez konnte man sich über hohen Besuch freuen – denn zwei Motocross-Ausnahmekönner aus dem eigenen Stall waren zu Gast bei den Orangen.
Da es sich bei den beiden Crossern um die belgischen Coenen-Zwillingsbrüder Lucas und Sacha handelte, konnten diese ihre Reise nach Andalusien gemeinsam absolvieren. Das Sprintrennen am Samstag war besonders spektakulär – mit zahlreichen Abflügen, als der Regen einsetzte. «Es war verrückt! Als es im Sprintrennen zu regnen begann, ist so vielen Fahrer urplötzlich das Vorderrad eingeklappt», staunte Lucas Coenen.
Nach der Rückkehr vom feucht fröhlichen Spektakel musste in der KTM-Box einiges analysiert werden. Lucas: «Plötzlich kam Brad Binder als Führender vorbei und er hatte einen riesigen Vorsprung. Wir dachten uns, er könnte dieses Rennen gewinnen. Wir haben aber nicht gesehen, was dann passiert ist – wir sahen nur, dass er am Ende Vierter war. Es war jedenfalls ein verrücktes Rennen!»
Sacha Coenen: «Diese Jungs hier sind schon auf einem anderen Level»
Als MX2-Titelaspirant Sacha Coenen auf seine möglichen MotoGP-Ambitionen angesprochen wurde, meinte er mit einem Grinsen: «Ich glaube nicht, dass das für mich eine gute Idee ist. Diese Jungs hier sind schon auf einem anderen Level – aber es sieht ziemlich cool aus!» Und der für einen Motocrosser hagere Sacha stellte zudem fest: «Da ist sehr viel Aerodynamik auf den Bikes verbaut. Ich denke, Motocross passt für uns im Moment ganz gut.»
Die beiden Belgier, die in der Red-Bull-KTM-Truppe der italienischen De Carli-Familie fahren, genießen aktuell eine Ruhepause im Terminkalender und konnten das freie Wochenende in Jerez leicht opfern. Das nächste Event in der Motocross-WM steht nämlich erst am 24. Mai in Lacapelle-Marival in Frankreich an.
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