Peter Öttl (Intact GP): Beeindruckt von den Leistungen seiner Fahrer
David Munoz und David Almansa hatten in Jerez ihr Comeback nach den Verletzungen. Sie waren auf Anhieb konkurrenzfähig. Intact-Moto3-Teammanager Peter Öttl zog eine erfreuliche Bilanz.
Beim Spanien-GP feierten die beiden Stammpiloten von Intact GP, David Munoz und David Almansa ihr Comeback – und sie lieferten. Während Munoz im Moto3-Rennen auf dem Circuito de Jerez auf das Podest raste, landete Almansa auf Platz 8.
Vor allem Munoz hat eine harte Leidenszeit hinter sich. Der Spanier hatte sich bei einem Crash im Indonesien-GP 2025 den Oberschenkel gebrochen. Nach einigen Operationen verspürte er bei den Vorsaisontests in Portimao und Jerez immer noch Schmerzen in seinem Bein. Weitere Operationen waren notwendig – insgesamt waren es sechs! Munoz verpasste die Grands Prix in Brasilien und in den USA. Platz 3 bei seinem Heimrennen in Andalusien war wie ein emotionaler Befreiungsschlag und der Schlusspunkt nach einer sechsmonatigen Tortur.
David Almansa ist der Neuzugang bei Intact GP. Der 20-Jährige hatte beim ersten Rennen in Thailand einen perfekten Saisonstart – er holte in Buriram seinen ersten Grand-Prix-Sieg in der Motorrad-WM. Dann zog er sich bei einem Crash im Moto3-Rennen in Brasilien eine Fraktur im linken Ellenbogen zu. Den US-GP in Austin musste er auslassen.
Das deutsche Intact-Team hat somit eine herausfordernde Zeit hinter sich. Über die Erfolge in Jerez freut sich Teammanager Peter Öttl umso mehr. «Wir sind praktisch ohne Erwartungen zum ersten europäischen Rennen hier in Jerez gekommen. Wir hatten lediglich gehofft, dass unsere beiden Fahrer nach ihrer Verletzungspause am Donnerstag vom Rennarzt die Freigabe erhalten würden. Wir waren sehr glücklich, als dies geschah», erzählte Öttl. «Im Training haben beide Davids bereits ihre Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt, was sicherlich nicht zu erwarten war. David Munoz’ zweiter Startplatz war hervorragend. Aber auch David Almansa sicherte sich mit dem achten Startplatz eine gute Ausgangsposition für das Rennen.»
Peter Öttl: «Ein Podiumsplatz nach diesen sechs qualvollen Monaten ist sicherlich etwas ganz Besonderes!»
Öttl fasste auch die Ereignisse im Rennen zusammen. «Während des Rennens kämpfte David Munoz bis zwei Runden vor Schluss um den Sieg und bis zur letzten Runde um einen Podiumsplatz. Im Ziel verpasste er den zweiten Platz um nur eine Hundertstelsekunde. Ich denke, ein Podiumsplatz nach diesen sechs qualvollen Monaten seit seinem schweren Sturz ist sicherlich etwas ganz Besonderes», fand der Deutsche anerkennende Worte für seinen Fahrer. «Auch David Almansa fuhr ein gutes Rennen und holte mit seinem achten Platz wertvolle Punkte. Beide haben sich nun eine Pause verdient, die sie sinnvoll nutzen werden, um sich zu erholen und weiter an ihrer Fitness zu arbeiten.»
Nächste Woche geht es bereits mit dem Frankreich-GP weiter. «In Le Mans werden sie definitiv noch stärker zurückkommen», versicherte Peter Öttl. «Abschließend mein Dank an das gesamte Team für die großartige Arbeit am vergangenen Wochenende. Ganz zu schweigen davon, wie wunderbar alle unsere beiden Davids unterstützt haben, damit sie solche Leistungen erbringen konnten. Vielen Dank an alle!»
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