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Im Regen holte Álvaro Bautista das erste SBK-Podium als Ducati-Privatier
Der zweite Lauf der Supersport-WM in Australien war eine Reifenlotterie, fünf Fahrer gingen ein großes Risiko ein. Philipp Öttl (Feel Ducati) erklärte SPEEDWEEK.com, weshalb er sich dagegen entschied.
Mit Platz 2 im ersten Rennen am Samstag hatten Philipp Öttl und sein Team Feel Racing einen prächtigen Start in die Saison. Für den zweiten Lauf am Sonntag waren die Voraussetzungen gänzlich anders. Seit der Nacht hatte es immer wieder geregnet oder genieselt, doch die malerische Rennstrecke auf der Insel trocknet mit Wind und Temperaturen um die 25 Grad Celsius erstaunlich schnell ab. Das führte dazu, dass sich lediglich fünf der 28 Fahrer für Slicks entschieden, der Rest ging auf Nummer sicher und wählte Regenreifen.
Wie sich herausstellte, war das die richtige Wahl, weil die Piste mit jeder Runde schneller wurde und sämtliche Piloten mit Regenreifen zum Räderwechsel an die Box mussten, wofür 73 sec zwischen Ein- und Ausfahrt aus der Boxengasse vorgeschrieben waren.
Die Top-4 – Albert Arenas, Aldi Mahendra, Matteo Ferrari, Andrea Giombini – waren allesamt auf Slicks gestartet, sparten sich den Boxenstopp und kamen an der Spitze des Feldes in dieser Reihenfolge ins Ziel. Dominique Aegerter war der Fünfte, der den richtigen Riecher für die Reifen hatte, doch
Öttl kam von Startplatz 2 und entschied sich wie alle in den ersten beiden Reihen für Regenreifen. Nach 18 Runden sah der Bayer überrundet als Elfter die Zielflagge. «Das war wieder mal so ein typisches Phillip-Island-Rennen, bei dem du alles richtig machen kannst, oder alles verkehrt, oder mittendrin – wir haben mittendrin erwischt. Mir sind die fünf Punkte lieber als keine. Wir haben uns gemeinsam als Team für die Regenreifen entschieden und ich würde es wieder so machen. Can Öncü ist eine Runde früher an die Box gefahren, aber am Anfang war es so, dass es geregnet hat und dann wieder nicht. Ich hätte Can nachfahren müssen, sonst haben wir alles richtig gemacht.» Der Türke aus dem Team Ten Kate Yamaha wurde als Bester mit einem Boxenstopp Fünfter.
Das ist nicht tragisch, dabei neige ich normal zum Überdramatisieren.philipp öttl
Öttl reist mit dem Pokal für
«Wir waren immer schnell, Australien ist eine Strecke, die ich gerne mag und wo es mir auch in der Vergangenheit schon gut gegangen ist», betonte Philipp gegenüber SPEEDWEEK.com. «Ich bin zufrieden. Wir schauen Rennen für Rennen und sind konkurrenzfähig. So ein elfter Platz passiert dir in Australien leicht mal – Masia wurde 10. und Oli Bayliss 12. Und Booth-Amos machte einen Punkt in zwei Rennen. Wenn dir so ein Ergebnis passiert, dann in Australien. Das ist nicht tragisch, dabei neige ich normal zum Überdramatisieren. Arenas habe ich auf der Liste, der ist letztes Jahr in der Moto2 auf dem Podium gestanden und ein Topfahrer.»
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