Yamaha-Teamplay: Quartararo unterstützt verzweifelten Rookie Razgatlioglu
Wenig überraschend brachte auch Tag 2 in Buriram keinen Raketenstart für das Yamaha-Lager. Frontmann Quartararo nutzte den Tag, um den frustrierten MotoGP-Rookie Toprak Razgatlioglu aufzurichten.
Auch wenn Yamaha-Werksfahrer erneut tapfer seine Runden drehte, änderte sich am sehr bescheidenen Ist-Zustand des Pakets rund um die neue V4-M1 auch im Finale der Saisonvorbereitung nichts. Das Quartett beendete die Zweitagesveranstaltung auf den Positionen 16 (Miller), 17 (Quartararo), 20 (Rins) und 21 (Razgatlioglu).
Die Worte von Fabio zur Leistung seines Untersatzes könnte man eins zu eins aus dem Samstags-Debrief übernehmen. «Wir haben einen langen Weg über Monate vor uns, um wieder ganz nach vorne zu kommen.» Immerhin lieferte der Franzose nun auch eine Zeitenanalyse mit: «Wir wissen, dass wir gut sieben Zehntel pro Runde in der Rennsimulation auf das Bike aus dem Vorjahr verlieren. Das lässt sich nicht in den nächsten paar Rennen abstellen.»
Zur Erinnerung: Den Thailand-Test hatte «El Diablo» mit einer 1:29,5 min in den Top 10 beendet und vom GP-Auftakt nahm er den letzten WM-Punkt mit. In der kombinierten Zeitenliste tauchte die Nummer 20 ein Jahr später nun mit einer 1:27,7 min auf.
Bitter: Alle Piloten der M1 hatten zudem am zweiten Tag nur noch ein Einsatzgerät zur Verfügung. Hintergrund: ein Teilemangel an der aktuellen Spezifikation unmittelbar vor dem Saisonstart.
Trotz der schweren Zeiten als Yamaha-Pilot ging Quartararo aufrechter als noch am Tag zuvor: «Tag 1 war mein Tiefpunkt, aber den habe ich überwunden. Es ist nun mal so, dass wir in einem Prozess stecken.» Der langjährige Yamaha-Pilot hatte sogar genug positive Energie, um sich um den sichtbar
Quartararo: «Mir ging es mehr darum, ihm als mir zu helfen. Ich kenne Toprak als Superbiker, der es gewohnt ist, immer unter die ersten Drei zu fahren, und hier habe ich ihn ziemlich verzweifelt erlebt. Das Timing ist nicht sehr gut für ihn – er ist an einem Tiefpunkt für Yamaha dazugekommen. Es gibt sehr viel zu lernen, vor allem, was die Reifen angeht.»
Der Champion von 2021 weiter: «Ich habe ihm gesagt, dass es komplett normal ist, dass man sich als Neueinsteiger so fühlt. Er muss sich die Zeit nehmen, die es braucht. Wir sind in der gleichen Situation, im selben, dann tut es nicht weh, den anderen zu unterstützen. Ich hätte mir gewünscht, ich hätte in meinem ersten Jahr (2019) jemanden an meiner Seite gehabt, der mir das erklärt.»
Sicher ist: Speziell bei den ersten Rennen zur neuen Saison wird nicht nur der Pramac-Rookie um den Anschluss kämpfen.
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
1:28,668 min
2.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,097 sec
3.
Marc Marquez (E)
Ducati
0,168
4.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
0,215
5.
Alex Marquez (E)
Ducati
0,293
6.
Pedro Acosta (E)
KTM
0,353
7.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
0,403
8.
Jorge Martin (E)
Aprilia
0,499
9.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
0,505
10.
Joan Mir (E)
Honda
0,628
11.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
0,634
12.
Brad Binder (ZA)
KTM
0,724
13.
Luca Marini (I)
Honda
0,783
14.
Johann Zarco (F)
Honda
0,799
15.
Maverick Vinales (E)
KTM
0,872
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
1,004
17.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
1,033
18.
Enea Bastianini (I)
KTM
1,060
19.
Diogo Moreira (BR)
Honda
1,252
20.
Alex Rins (E)
Yamaha
1,434
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
2,104
22.
Michele Pirro (I)
Ducati
3,109
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach