Timo Glock über Aston Martin: «Eine Vollkatastrophe, Trennung von Honda?»
Aston Martin steckt wegen Motorpartner Honda tief in der Tinte: Die Japaner versuchen verzweifelt, die üblen Vibrationen zu lindern. Sky-GP-Experte Timo Glock ist fassungslos über diese Blamage.
Aston Martin-Honda in Australien: ein Trauerspiel. Fernando Alonso konnte am ersten Training wegen Motorproblemen nicht teilnehmen, Lance Stroll kam auf nur drei Runden.
Im zweiten Trainings schafften die beiden Fahrer zusammen 31 Runden, wieder gab es Probleme mit der Antriebseinheit, dieses Mal beim Kanadier Stroll.
Der 43-jährige Deutsche Timo Glock ist fassungslos über dies anhaltende Klatsche. Der Hesse weilt als GP-Experte unserer Kollegen von Sky in Melbourne und sagt: «Das ist eine Vollkatastrophe, ein absoluter Tiefschlag für Honda. Aston Martin und Honda haben in ihr Bündnis viel investiert, und jetzt kann man in Australien nur begrenzt fahren. Was für ein desaströser Saisonbeginn!»
Der 91-fache GP-Teilnehmer stellt die berechtigte Frage in den Raum: «Wieso ist bei Aston Martin erst im November mitbekommen worden, dass viele erfahrene Techniker bei Honda nicht mehr im F1-Programm arbeiten?»
Glock: «Wieso hat das Aston Martin nicht erkannt?»
«Erst dann wurde offenbar klar, dass Honda da in Sachen Personal nicht optimal aufgestellt ist. Wieso hat das die Teamleitung von Aston Martin nicht gewusst? Ganz ehrlich – das kann ich nicht verstehen.»
Für Glock ist die Saison von Aston Martin so gut wie gelaufen: «So einen Rückstand holst du doch im Laufe einer Saison nicht mehr auf. Und diese enormen Schwierigkeiten bedeuten ebenfalls – die sind für 2027 schon im Hintertreffen.»
Glock schliesst sogar eine Trennung nicht aus! «Aston Martin wird sicher die Abkommen prüfen, weil sich Honda vielleicht an gewisse Verpflichtungen nicht gehalten hat. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Wechsel zu einem anderen Motorhersteller geprüft wird. Die gegenwärtige Lage bedeutet auch einen finanziellen Schaden für dieses Team und ist markttechnische eine Katastrophe.»
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