Wie gross ist der Rückstand von Aston Martin? Das sagt Fernando Alonso
Aston Martin-Pilot Lance Stroll bezifferte den Rückstand des Teams aus Silverstone im Fahrerlager von Bahrain mit 4,5 Sekunden. Der zweifache Champion Fernando Alonso sagt, wie er die Lage einschätzt.
Weil sich Aston Martin die Dienste von Design-Genie Adrian Newey gesichert hat, zählten einige Fans und Beobachter die Mannschaft aus Silverstone bereits zu den Favoriten für die anstehende Saison. Bisher lief es aber nicht so gut für die Grünen. Beim Shakedown-Test in Barcelona rückte Lance Stroll erst am späten Donnerstagabend aus, um ein paar Installationsrunden zu drehen. Sein Teamkollege Fernando Alonso bestritt dann den letzten Testtag auf dem spanischen Rundkurs und kam auf 61 Umläufe.
Nach dem ersten der beiden dreitägigen Bahrain-Tests steht Aston Martin nun bei 206 gefahrenen Runden. Damit belegt die Truppe von Lawrence Stroll den letzten Platz auf der Fleiss-Tabelle. Und als wäre das nicht schon besorgniserregend genug, präsentiert sich das Team auch bei den Rundenzeiten eher schwach. In der kombinierten Bahrain-Zeitenliste belegen Stroll und Alonso die letzten beiden Plätze.
Der Kanadier sagte am Rande des Bahrain International Circuits, dass 4,5 Sekunden zur Spitze fehlen. Alonso relativierte: «Ich weiss nicht, das ist schwer zu sagen. Ich glaube, Lance sagte das, weil unser Rückstand in Barcelona so hoch ausfiel. Und in den ersten beiden Tagen waren wir viereinhalb bis fünf Sekunden von der Top-Zeit entfernt, es scheint sich also ein Trend in diese Richtung abzuzeichnen. Aber ich weiss nicht.»
«Ich habe am zweiten Tag in Bahrain eine Runde gedreht, bei der ich in der vierten Kurve neben der Strecke war. Und von da konnte ich mich bis zur Ziellinie um acht Zehntel verbessern», berichtete der zweifache Champion. «Das zeigt, wie gross aktuell die Unterschiede auf jeder Runde ausfallen können. Es gibt Runden, die acht Zehntel höher oder niedriger ausfallen, je nach dem, ob wir eine Einstellung ändern.»
«Es liegen also nicht nur zwei Zehntel drin, wenn wir alles optimieren. Es kann durchaus sein, dass wir damit ganze Sekunden finden. Ich hoffe, dass wir nächste Woche ein klareres Bild haben werden. Aber wir müssen auch realistisch sein, wir wissen, dass wir beim Saisonauftakt in Melbourne nicht die schnellsten sein werden. Wir sind im Hintertreffen, aber wie sehr, lässt sich schwer sagen», betonte der 44-Jährige.
Alonso stellte aber auch klar: «Wir sind definitiv noch nicht da, wo wir sein wollen. Dass wir den Test in Barcelona praktisch verpasst haben, ist eine grosse Sache, denn wir haben davor auch keine Filmtage eingelegt. Einige waren schon am 9. Januar auf der Bahn, sie hatten also schon einen guten Monat Zeit, um die Daten zu analysieren und Probleme zu lösen. Für uns ist es hingegen der erste echte Test hier in Bahrain, wir bekunden deshalb bei jeder Fahrt da und dort kleine Probleme, die das Programm beeinflussen. Wir sind nicht konstant auf der Strecke unterwegs, deshalb ist es auch schwierig, die Leistung auszuschöpfen. Die Anderen haben diese Probleme vielleicht schon in Barcelona entdeckt und aus der Welt geschafft.»
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