Opel statt DS: Von langer Hand geplanter Einstieg in die 13. FE-Saison
In der 13. Saison der Formel E wird ein neuer Teilnehmer das Feld bereichern: Zum ersten Mal mischt Opel in einer grossen Monoposto-Serie mit. Die Rüsselsheimer haben den Einstieg seit Jahren geplant.
Opel im Rundstreckensport? Ja, wir erinnern uns an später berühmte Namen, die aus der Formel Opel Lotus (1988-1999) hervorgingen oder in der Formel 3 von Opel-Motoren angetrieben wurden. Und natürlich an manchmal glorreiche, manchmal schwierige DTM-Zeiten mit dem Höhepunkt des ITC-Titels von Manuel Reuter 1996 sowie Auftritte bei den Supertourenwagen – nebst einem Engagement im Rallyesport, phasenweise sogar werksseitig. Doch in einer «großen» Monoposto-Serie waren die Rüsselsheimer noch nie. Bis jetzt. Der schon seit einiger Zeit vermutete Eintritt in die Formel E wurde in Madrid kurz vor dem sechsten Saisonlauf publik gemacht.
Im Dezember wird die 13. Saison der Elektroserie mit den komplett neuen Boliden der vierten Generation beginnen. Opel-CEO Florian Hüttl und Formel-E-Geschäftsführer Jeff Dodds bestätigten den Eintritt des Opel GSE Formula E-Teams, um Opels Elektromodelle zu promoten.
Für Dodds ist Opels Eintritt natürlich ein Extraboost in nicht so einfachen Zeiten. Er betonte, Opel sei eine «starke Marke mit bemerkenswerter technischer Expertise und einem frischen, wagemutigen Image». Sie bringe eine neue Dynamik ins Teilnehmerfeld. «Opels Engagement zeigt die Bedeutung der Formel E für globale Hersteller auf dem Weg zur Elektromobilität», erklärte Dodds.
Ein Meilenstein
Hüttl sieht den Formel-E-Eintritt als «Meilenstein auf der Reise in eine elektrische Zukunft». Der Wechsel zu den Gen4-Boliden sei der richtige Zeitpunkt für Opels Einstieg. Teamchef wird der bisherige Opel-Sportmanager Jörg Schrott, der lange Erfahrung im Tourenwagen- und Rallyesport mitbringt. Schrott bestätigte gegenüber «The Race», dass man in Rüsselsheim «seit zwei Jahren» am FE-Projekt gearbeitet hat.
Opel übernimmt die zwölfte Team-Lizenz der Serie, die seit dem Rückzug von Techeetah 2022 frei war. Der derzeit nicht gerade übertrieben viele positive Schlagzeilen liefernde Stellantis-Konzern wird ab Saison 13 weiter mit zwei Marken vertreten sein, nachdem Citroen seit dieser Saison statt Maserati antritt.
Offen ist, ob und wie Penske nach dieser Saison weitermachen wird, wenn die weitere Stellantis-Marke DS ausscheiden wird. Die will sich hinkünftig im Golf- und Segelsport positionieren. Opel ist der fünfte deutsche Hersteller in der FE-Geschichte, die 2014 begann. Audi, BMW und Mercedes sind längst draußen, nur Porsche ist weiter elektrisch erfolgreich unterwegs.
Den ersten Blick auf den Opel GSE FE wird es im April bei der Präsentation des Gen4-Autos in Le Castellet geben.
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