Miami-Sieger Mitch Evans erklärt: So ist in diesem Jahr der Titel möglich
Zwei Mal Vizechampion, einmal Team-Weltmeister, aber trotz Favoritenstellung noch ohne den richtig großen Wurf in zehn Jahren mit Jaguar: Wie und wo Miami-Sieger Mitch Evans seine Zukunft sieht.
Der taktisch und fahrerisch überzeugende Sieg im nassen Miami Autodrome war sein 15. in 129 Formel-E-Rennen – damit ist Mitch Evans der Rekordmann der Elektroserie. Doch der Fahrertitel war für ihn bisher außer Reichweite, auch wenn er 2022 und 2024 knapp dran war.
Er weiß natürlich: «In so einer hart umkämpften Serie darfst du keine Streichresultate haben. Konstanz zählt am meisten. Leider hatte ich öfters Phasen ohne Top-Resultate. Wenn ich das ändern kann, ist in diesem Jahr der Titel möglich.» Der 15. Sieg bedeute ihm «sehr, sehr viel, darauf kann ich stolz sein, weil es viele exzellente Konkurrenten gibt. Und weil ich darauf meine Ambitionen aufbauen kann», sagt der 31-Jährige.
Für Evans wird in diesem Jahr auch der Blick voraus eine Rolle spielen, denn sein Vertrag mit Jaguar läuft zum Saisonende aus, und Prognosen über die Saison 13 mit dem Debüt der stärkeren Gen4-Boliden werden schwierig. «Ich versuche auszuloten, wo ich die besten Chancen auf Erfolg haben werde.» Zwischen den Worten scheint durchzuklingen: Wenn es heuer wieder nicht mit dem WM-Titel klappt, könnte die lange Phase bei Jaguar zu Ende gehen...
Ein Harmonisches Umfeld
Auch wenn der aktuell WM-Sechste (14 Punkte hinter dem führenden Ex-Teamkollegen Nick Cassidy) bestätigt, dass ein harmonisches Umfeld sehr wichtig sei. Zum neuen Teamkollegen António Félix da Costa sagt der Neuseeländer: «Ich kenne ihn, seit ich 2011 nach Europa kam. Wir beide haben viel Erfahrung. Antónios Wissen, das er sich über die Jahre in der Formel E aneignete, seine Erfahrungen zuletzt bei Porsche, das wird uns helfen. Außerdem ist er einer der nettesten Kollegen und ein guter Freund. Wir haben beide gemeinsame Ziele und arbeiten gut zusammen.» Und zum neuen Boss Ian James, der mit Mercedes Weltmeister war und zuletzt McLaren führte, erklärt er: «Seine Arbeitsweise ist sehr ähnlich der von James (Barclay, bisheriger Teamboss), aber er hat auch erfrischende neue Einflüsse eingebracht, versucht unsere Arbeit noch effizienter zu machen. Es ist noch früh in der Saison, aber Ian weiß, wohin er mit uns will.»
Die vierte Station der Formel E folgt nächste Woche (13./14. Februar) auf dem Corniche-Kurs in Jeddah. Evans: «Ich hatte da im Vorjahr einige Probleme. Die will ich diesmal nicht. Wie gesagt, konstant zu punkten wird wichtig.» Was ihn positiv stimmt: «António und ich haben uns in allen drei Rennen bisher stets in den Top-Ten qualifiziert. Das wäre eine gute Basis.»
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