Harley Davidson Weltcup
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Beim letzten MotoGP-Event in Jerez gelang Alex Marquez der erste GP-Sieg für Ducati 2026. Aprilia hält dennoch Platz 1 in allen WM-Tabellen. Nun geht es nach Le Mans, wo Ducati lange unschlagbar war.
Die Freude im Ducati-Lager als die Flagge des Spanien-GP in Jerez fiel, war zweigeteilt. Jubel über den erneuten Heimsieg von Alex Marquez auf der Gresini-Ducati – Frust über das schwer angeschlagene Werksteam Ducati Lenovo. Marc Marquez zerstörte seinen Renner früh, Bagnaia schied mit Defekt aus. Immerhin: Dank großer Konstanz gelang es VR46-Pilot Fabio Di Giannantonio sich in der WM-Tabelle an Pedro Acosta vorbei auf Position 3 zu schieben.
Im Gesamtbild der Weltmeisterschaft blieb aber auch im Jerez Aprilia erste Kraft. Alle vier RS-GP landeten in den Top 6. Entsprechend das statistische Bild mit Aprilia auf P1 in der Fahrer-WM, bei den Herstellern und in der Teamwertung – auch dank eines wiedererstarkten Jorge Martin. Beim anschließenden Testtag in Jerez bestätigte sich die Situation mit den Rängen 1–3.
Zu einem spannenden Meilenstein der WM-Kampagne kommt es bei Runde 5. Denn auf kaum einer anderen Piste war Ducati Corse erfolgreicher. Noch lange vor der Dominanz der Bikes aus Borgo Panigale im gesamten MotoGP-Kalender steuerte Desmosedici-Piloten verlässlich in Richtung Podest. Erstaunlich ist dabei auch, welche Piloten sich im Laufe der Jahre in Le Mans in die Liste der Sieger eintrugen.
Danilo Petrucci war es, der 2020 nach zwei Siegen von Marc Marquez (Honda) übernahm und triumphierte. Großartige Erinnerungen an die Traditionsstrecke hat auch Jack Miller. Miller, damals in den Farben des Werksteams, heute auf verlorenem Posten als Yamaha-V4-Pilot, gewann den Frankreich-GP 2021.
Auch im kommenden Jahr ging die Siegertrophäe an einen Ducati-Piloten, nun aber erstmals in Frankreich an Gresini-Ducati. Pilot der Maschine war Enea Bastianini, dessen Rückkehr ins Gresini-Team für 2027 aktuell im Raum steht. Bemerkenswert: Jack Miller wurde Zweiter in seinem letzten Jahr als Ducati-Pilot.
2023 war dann das nächste Kundenteam an der Reihe. Marco Bezzecchi gewann den Frankreich-Grand Prix für VR46 Racing. Längst in Lauerstellung mit der in Le Mans superb funktionierenden Ducati war auch Jorge Martin. Der Spanier gewann im ersten Jahr des Sprint-Formats in Le Mans über die kurze Distanz, um ein Jahr später seine Meisterprüfung abzulegen. Martins GP-Sieg 2024, als er sich gegen Marc Marquez und Pecco Bagnaia durchsetzte war ein wichtiger Schritt zum WM-Titel.
Interessant auch: Trotz der überragenden Bilanz der Ducati-Piloten in den 2020er-Jahren gewann weder Marc Marquez noch Pecco Bagnaia auf Ducati einen GP. «MM93» siegte dafür vor einem Jahr im Sprint. Dann musste auch der damalige WM-Dominator mitansehen, wie die Ducati-Serie beendet wurde – durch Honda-Pilot Johann Zarco im unvergesslichen Regen-GP 2025.
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