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Romano Hummel ist tot: Der Welt- und Europameister sah keinen Ausweg mehr

Die Bahnsportgemeinde trauert um Romano Hummel, einen der erfolgreichsten Motorrad-Rennfahrer aus den Niederlanden. Der 27-Jährige nahm sich am 21. Oktober 2026 das Leben.

Von

Ivo Schützbach und Rudi Hagen

Grasbahn

Im Artikel erwähnt


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So verzweifelt zu sein, dass das eigene Leben keinen Sinn mehr ergibt, dass Dunkelheit der Hoffnung den Platz nimmt, ist eine furchtbare Vorstellung. Wenn der Betroffene meint, dass es nur noch diesen Ausweg gibt. Ein solcher Schritt hinterlässt Fragen, Unverständnis, er ist kaum nachvollziehbar oder zu fassen. Was bleibt, ist der Verlust eines geliebten Menschen: Am 21. Oktober 2026 hat Romano Hummel mit 27 Jahren beschlossen, aus dem Leben zu treten.

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Er gehört zu den erfolgreichsten Motorrad-Rennfahrern, die die Niederlande hervorgebracht haben. 2021 wurde Hummel Langbahn-Weltmeister und 2023 Team-Weltmeister, 2022 und 2023 siegte er auch in der Grasbahn-Europameisterschaft. Ende September 2024 gab er nach einem bösen Sturz beim Grand Prix in Vechta wegen gesundheitlicher Probleme seinen Rücktritt bekannt.

Großartiges Comeback von Romano Hummel

Als es ihm wieder besser ging, kehrte Hummel ins Oval zurück und war auch gleich wieder erfolgreich. 2026 wurde er auf seiner Heimbahn in Aduard zum dritten Mal Europameister und gewann mit den Niederlanden vor heimischer Kulisse in Roden zum zweiten Mal Gold in der Team-WM.

Bereits Ende August hatte Hummel angekündigt, dass er nach dieser Saison endgültig vom Rennsport zurücktreten werde. Die Gründe wären privater Natur, meinte er gegenüber SPEEDWEEK.com. Rückblickend gewährte er damals tiefe Einblicke, doch die Zeichen waren schwer zu deuten – Romano war bereits in psychischer Behandlung. «Das ist jetzt die Zeit, um mein Leben wieder in Ordnung zu bekommen. Mir gehen so viele Sachen im Kopf herum, vor allem wegen meiner Kinder. Meine Karriere ist bald vorbei, ich habe glorreiche Zeiten erlebt.»

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Uns wird Romano als großartiger Kämpfer mit einmaligem Fahrstil in Erinnerung bleiben. Von lehrbuchmäßiger linker Fußführung hielt er nichts, sein Bein war bereits am Kurveneingang hinten. Während andere das linke Bein als Balancestange brauchen, beherrschte Hummel seine Maschine so gut, dass es auch ohne ging. Augenfällig waren zudem die flatternden Fransen, die er schon früh in seiner großartigen Karriere an beiden Unterarmen hatte.

Unser Mitgefühl gilt seinen drei kleinen Kindern, Partnerin, der Familie und den Freunden. Romano, ruhe in Frieden.

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