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Aufstrebendes Talent: Jeremias Ramus (17) stieg vom Cross zum Bahnsport um

Immer häufiger liest man in den Ergebnissen der nationalen Soloklasse den Namen Jeremias Ramus und auf den Rängen tragen Fans bereits seine Kollektion. SPEEDWEEK.com traf den Saarländer zum Gespräch.

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Mit seinem Sieg beim Grasbahnrennen an Ostern im niederländischen Balkbrug machte Jeremias Ramus bereits früh im Jahr auf sich aufmerksam. Auch im weiteren Saisonverlauf konnte der Teenager mit Podestplätzen und Siegen in der B-Lizenz-Soloklasse aufhorchen lassen. Grund genug, um mit dem Shootingstar auf der Grasbahn zu sprechen und mehr über ihn zu erfahren.

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«Ich war schon von klein auf beim Grasbahnrennen in Zweibrücken, es war für mich schon etwas Besonderes, dort auch mal ein Rennen zu fahren, weil ich rund 500 Meter entfernt von der Grasbahn zur Schule gehe», erzählte Ramus, der nicht gleich mit einem bremsenlosen Motorrad auf die Grasbahn ging. «2023 war ich im Rahmenprogramm in der Crosser-Klasse beim Grasbahnrennen in Zweibrücken dabei, weil ich aus dem Motocross-Bereich komme. Ich wurde mit meiner 125er-Maschine Zweiter und Dritter und dann hat es sich ergeben, dass ich auch mal ein Bahnmotorrad für ein paar Probefahrten bekam, aus denen gleich eine halbe Saison wurde», erzählt der inzwischen 17-Jährige. «Der vollständige Umstieg in den Bahnsport kam im vergangenen Jahr. Ursprünglich hatte ich geplant beide Disziplinen zu bestreiten, habe mich dann aber Mitte 2025 komplett für den Bahnsport entschieden, und diese Saison läuft ja bisher ganz gut.»

Bahnmaschine ist eine technische Herausforderung

Zu den Herausforderungen, denen sich der Quereinsteiger mit seiner Familie stellen musste, gehört die besondere Technik im Bahnsport. «Am Anfang ist so ein Motorrad eine Hürde, da war mir Andreas Rauch eine Unterstützung, der mir ein Motorrad gestellt hat. Es ist als Neuling auch sehr schwierig mit der Übersetzung, wo man erst mal wissen muss, welche man wann fahren muss, um schnell zu sein. Auch fahrerisch war es ein Umdenken, da man vor der Kurve ans Gas geht, anstatt zu bremsen wie in anderen Sportarten, aber ich habe da schon recht schnell reingefunden», umschrieb der Saarländer. «Vom Motocross hat man für alle Motorsportarten eine gute Grundausbildung und mir fallen vor allem die Grasbahnen leichter. Auf den glatten Sandbahnen, wo man fast Speedway fährt, muss ich an mir arbeiten, aber das wird auch immer besser. Ich habe nicht erwartet, dass ich mit 17 Jahren schon so mitfahre, wir gehen das weiter ganz locker an. Ich freue mich über Siege, weiß aber auch, dass es immer wieder ein Auf und Ab gibt.»

Am 6. September wird Ramus zum zweiten Mal auf seiner Heimbahn in Zweibrücken starten. Nachdem man bereits in Berghaupten, wo er ungeschlagen gewann, einige Fans mit Fanartikeln von ihm mit dem hellblauen JR auf Caps und Shirts sah, wird auf der Rennwiese im Zentrum von Zweibrücken eine noch größere Fanschar hinter dem Lokalmatador aus Webenheim, einem Stadtteil von Blieskastel, stehen. «Meine Caps und die ganzen Sachen mache ich selbst, auch um Social Media kümmere ich mich, was sehr wichtig ist, um eine kleine Fanbase zu erhalten», so der 17-Jährige.

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