Gresini-Hoffnung Aldeguer weiter angeschlagen und auf einer eigenen Mission
Während etliche MotoGP-Piloten den jüngsten MotoGP-Testtag verbissen nutzten, war es für Gresini-Pilot Fermin Aldeguer nur ein halber Arbeitstag. Für die kurze Mission in Jerez gab es mehrere Gründe.
Während des Spanien-GP stand Fermin Aldeguer klar im Schatten des Teamkollegen. Alex Márquez gelang, wenn auch begünstigt von den Wetterumständen in Jerez, ein fabelhafter Back-to-Back-Sieg in der Heimat. Aldeguers Leistung war ebenfalls beachtlich, ging aber im Trubel um «AM73» unter. Vor allem beim Sprint am Samstag sah es, wenn auch nur kurz, nach einem Triumph des Youngsters aus. Im Chaos hatte auch Aldeguer zeitweise Platz 1, trennte sich dann aber ebenfalls von seinem Prototyp aus Bologna.
Im Großen Preis blieb Aldeguer sitzen und beendete auf Platz 9 seinen ersten Heim-GP als MotoGP-Pilot; 2025 beim Debüt flog der Gresini-Rookie ins Aus – nun arbeitete er sich immerhin an seinem hoch eingeschätzten Nachbarn aus Murcia, Pedro Acosta, vorbei. In der WM-Tabelle spielt Fermín Aldeguer derzeit keine Rolle, auch weil der 21-Jährige erst in Brasilien in die WM eingestiegen war. Mit 20 Zählern rangiert die Nummer 54 auf Platz 15.
Wie alle anderen Piloten ging auch der junge Gresini-Pilot am Montag nach dem GP in Jerez auf weitere Spurensuche, beendete die Mission aber schon nach 28 Runden. Zum Vergleich: WM-Spitzenreiter Marco Bezzecchi nutzte den Test für 87 Runden. Vor der Abreise aus dem Fahrerlager war Aldeguer deutlich anzumerken, dass er mit seinem aktuellen Status nicht zufrieden war Hauptgrund sind die noch immer vorhandenen Nachwirkungen seines Trainingsunfalls Anfang Januar.
«Ich bin immer noch nicht in meiner besten Verfassung. Es wird generell im Besser – aber ein GP-Wochenende ist sehr anstrengend und ich habe mich vor dem Test nicht sehr gut gefühlt, bin wieder mit Schmerzen aufgestanden», berichtete Aldeguer.
Dazu kommt, dass Aldeguer trotz Vertrag mit Ducati Corse aktuell nicht in den Entwicklungsprozess eingebunden ist. Beim Jerez-Test gab es für keinerlei Versuchsteils für die GP25-Piloten. Aldeguer hatte dennoch etwas zu erzählen: «Auch wenn es nur ein kurzer Test war, aber der war wichtig. Wir haben uns mit verschiedenen Abstimmungen beschäftigt. Dabei ging es zum einen um den Reifenverschleiß. Letztes Jahr hatte ich hier gegen Ende der Rennen mehr Reserven, das wollten wir weiter verstehen.»
Aldeguer weiter: «Außerdem haben wir versucht, etwas zu finden, das mir hilft, beim Anbremsen und Einlenken wieder näher zum Kurvenscheitel zu kommen. Wir haben da einiges probiert, manches hat funktioniert, anderes nicht. Aber es hat auf jeden Fall geholfen – auch mit Blick auf Le Mans. Für uns war es vor allem auch schon eine Vorbereitung auf den nächsten GP.»
Die Aussagen von Fermin Aldeguer klingen vertraut. Ähnliches berichtete im vergangenen Jahr regelmäßig Pecco Bagnaia, der sein Material am Ende der nur bedingt glanzvollen Kampagne an die jetzigen GP25-Athleten Aldeguer und Morbidelli (VR46 Racing) vermachte.
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Ai Ogura (J)
Aprilia
1:35,944 min
2.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,005 sec
3.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,328
4.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,333
5.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,355
6.
Alex Marquez (E)
Ducati
+0,450
7.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+0,495
8.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,533
9.
Johann Zarco (F)
Honda
+0,714
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,727
11.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+0,739
12.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,743
13.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+0,934
14.
Luca Marini (I)
Honda
+0,952
15.
Joan Mir (E)
Honda
+1,033
16.
Brad Binder (ZA)
KTM
+1,036
17.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,064
18.
Fermin Aldeguer (E)
Ducati
+1,095
19.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+1,127
20.
Dani Pedrosa (E)
KTM
+1,539
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,546
22.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,597
23.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,793
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