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Dirk Geiger und Twan Smits lernen die WM in Assen auf die harte Tour kennen
Als am vergangenen Wochenende die Superbike- und Supersport-Weltmeisterschaft in Assen Station machte, schickten Yamaha Deutschland und das Team Apreco zwei Wildcard-Kandidaten los.
Euro MOTO
Im Artikel erwähnt


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Bis zum Start der Euro Moto Supersport auf dem Sachsenring hat der Vorjahres-Vize Dirk Geiger noch knapp zwei Wochen Zeit, um sein Wildcard-Abenteuer zu verarbeiten. Hinter ihm liegt ein turbulentes Wochenende mit der Yamaha R9, die den Ausflug nicht ganz unbeschadet überstanden hat. Geigers Fazit fällt daher noch überschaubar aus. «Ich komme wieder», so seine WM-Pläne für die Zukunft. Dass so ein WM-Einsatz kein Kindergeburtstag ist, lernt aktuell auch seine letztjähriger IDM-Dauergegner Andreas Kofler, der 2026 erstmals permanent in der WM unterwegs ist.
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Die Yamaha-Mannschaft sieht nach wie vor viel Potenzial in Geiger, doch ist auch realistisch genug, zu wissen, dass die WM-Trauben gewaltig hochhängen. «Dirk zeigte das ganze Wochenende über ein Tempo, das für die Top 6 gereicht hätte, und er gehörte damit zu den drei schnellsten Yamaha», hebt Yamaha-Mann Wim Vermeulen hervor. «Im ersten freien Training war er auf dem besten Weg zur Bestzeit und lag 0,548 Sekunden vor allen anderen. Anstatt diesen Vorsprung zu festigen, wollte er zu viel und stürzte im dritten Sektor, wobei er sein Motorrad schwer beschädigte. Rahmen und Motor blieben zwar intakt, alle anderen Teile waren jedoch entweder weg oder beschädigt. Mit einem komplett neu aufgebauten Motorrad musste Dirk in die Superpole gehen, was nicht ideal war, da in den ersten 15 Minuten einige kleinere Probleme auftraten, was völlig normal ist, wenn man das Motorrad gerade komplett neu aufgebaut hat. Die beiden Ausfahrten danach auf neuen Reifen wurden beide durch gelbe Flaggen unterbrochen, was es ihm unmöglich machte, eine schnelle Runde zu fahren.»
WM-Lernprozess geht für Geiger weiter «In Rennen 1 und Rennen 2 musste Dirk erneut auf die harte Tour lernen, wie sehr ihm sein Fehler im ersten freien Training in beiden Rennen Punkte gekostet hat», lautet die Analyse. «Wenn man nicht unter den Top Ten ist, wird es sehr schwierig zu überholen, da sich Züge bilden und die ‚Überdrehzahl‘ eines SSP-Motorrads nicht ausreicht, um in diesen Zügen zu überholen. Das Niveau der WSSP ist viel höher als in der IDM in den vergangenen Jahren und höchstwahrscheinlich auch in der Euro Moto in diesem Jahr. Ein Platz unter den Top 20 der WM ist bereits eine enorme Leistung von Dirk, aber wir verstehen, dass er enttäuscht ist, da er die Top 10 angestrebt hatte und sein reines Runden-Tempo zeigte, dass dies möglich war.»
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«Unser Fazit lautet», so die Yamaha-Ansage, «dass Dirk in seiner Karriere nur Meisterschaften ‚verlieren‘ kann. Wenn er alles richtig macht, ist er nicht zu stoppen und wird mehrere Titel gewinnen können. Dirk ist ein Roh-Diamant, aber er muss noch etwas geschliffen werden, indem er aufhört, es in unwichtigen Sessions zu übertreiben, und seine Emotionen unter Kontrolle hält. An diesem Wochenende hat er die wertvolle Lektion gelernt, wie man ein Wochenende richtig aufbaut. Und genau darum geht es bei Blu Cru: Wir nehmen die rauesten Diamanten in unser Programm auf und schleifen sie.»
Superbike-WM ist eine harte Schule Twan Smits und das Team Apreco hatten sich in Absprache mit Yamaha darauf geeinigt, die R1 aus der Euro Moto bei der WM in Assen einzusetzen. Im Jahr 2025 lag die schnellste Rundenzeit beim IDM-Quali von Assen bei 1.36,989 min und die schnellste Yamaha auf dem zweiten Platz fuhr eine 1.37,098 min. Die IDM, und jetzt die Euro Moto, fährt seit jeher eine zusätzliche Schikane, was im Vergleich zur schnellen WM-Strecken-Variante im Schnitt 1,5 bis 1,7 Sekunden kostet. Beim Top Speed musste Smits Yamaha in Euro Moto-Spezifikation mit bis zu 15 km/h weniger auskommen. Twan Smits fuhr bei seinem ersten Wildcard-Einsatz am Freitagmorgen eine 1.34,2 min auf einem SC0.
Der Druck wurde dadurch nicht weniger und beim Versuch mit einem SCX die 1.33 min zu knacken, landete er im Kies. «Das ist ein Teil des Lernprozesses», stellt Wim Vermeulen von Yamaha nüchtern fest. Der Weg durch das Wochenende wurde härter: Auch im dritten freien Training blieb ihm das Pech treu. Erneut ein Sturz, diesmal in Kurve 9. Trotzdem gab der 22-Jährige nicht auf und beendete die Session auf Rang 19.
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Vor der Superpole wurde unter Hochdruck die ramponierte R1 rechtzeitig wieder aufgebaut. Eine starke Teamleistung, die den Spirit hinter diesem Projekt widerspiegelt. Doch Smits konnte die vorher gezeigte Pace nicht mehr abrufen. Das erste Rennen seiner Superbike-WM-Premiere wurde dann zur echten Herausforderung. Nach den Zwischenfällen musste der Niederländer mit einem stark eingeschränkten und improvisierten Setup ins Rennen gehen. Es ging weniger um Positionen als ums Durchkommen, ums Lernen, ums Ankommen. Mit Platz 21 brachte er das Rennen ins Ziel. Auch im Superpole-Rennen und im zweiten Lauf kämpfte er sich unter schwierigen Bedingungen durch und belegte die Plätze 21 und 22. «Am Ende spiegeln die Resultate nur bedingt wider, was an diesem Wochenende tatsächlich möglich gewesen wäre», so sie einhellige Meinung bei Yamaha. «Die technischen Probleme infolge der Stürze verhinderten, dass Twan Smits sein volles Potenzial zeigen konnte. Doch viel wichtiger ist, was bleibt: wertvolle Erfahrungen, gewonnene Erkenntnisse und das Gefühl, sich auf dieser großen Bühne behaupten zu können.» Die nackten Zahlen Twan Smits belegte in Rennen 1 Platz 21 und kam 51,822 Sekunden hinter Sieger Bulega ins Ziel. Ebenfalls Platz 21 wurde es im Superpole Race. In Rennen 2 wurde Smits 22., mit einem Rückstand auf den Sieger von 56,266 Sekunden. Dirk Geiger landete in der Superpole mit einer Zeit von 1.37,559 min auf Platz 17. In den beiden Rennen wurde es einmal Platz 20 mit 13,805 Sekunden Rückstand auf die Spitze und zum Abschluss Platz 19.
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Pos
Fahrer
Fahrer
Start Nr
Runden
Zeit
Bestzeit
Punkte
01
Beatriz NeilaAmpito Crescent Yamaha
Beatriz Neila
36
12
21:49,169
1:47,132
25
02
Maria HerreraTerra & Vita GRT Yamaha WorldWCR
Maria Herrera
6
12
+0,170
1:47,481
20
03
Lucie BoudesseulYamaha Motor France
Lucie Boudesseul
94
12
+9,538
1:48,764
16
04
Roberta PonzianiForward Racing
Roberta Ponziani
96
12
+16,773
1:48,876
13
05
Muklada SarapuechEEST NJT Racing Team
Muklada Sarapuech
12
12
+17,249
1:48,832
11
06
Chloe JonesMonster Energy Crescent Yamaha
Chloe Jones
15
12
+17,351
1:49,068
10
07
Yvonne CerpaMotosCerpa
Yvonne Cerpa
11
12
+17,453
1:48,565
9
08
Tayla RelphFull Throttle Racing
Tayla Relph
8
12
+17,495
1:48,970
8
09
Francisca RuizPR46+1 Racing Team
Francisca Ruiz
46
12
+17,567
1:48,768
7
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Mallory DobbsYVS Sabadell Diva Racing
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14
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