Coulthard: «Russell darf gegen Antonelli nicht mehr der nette Junge sein»
Im Rahmen einer Spezialausgabe von «Sport und Talk aus dem Hangar-7» vom Red Bull Ring wurde auch über die Entwicklungen der Formel 1 diskutiert – mit dabei war auch David Coulthard.
Die Live-Sendung «Sport und Talk aus dem Hangar-7» wanderte am Montag vom Salzburger Flughafen an den Red Bull Ring nach Spielberg. Die Sendung wurde direkt vom neu adaptierten Wellness-Hotel Schönberghof ober dem Red Bull Ring präsentiert. Neben der DTM und der MotoGP war natürlich auch die Formel 1 ein großes Thema.
Die Liste der Formel 1-Gäste war mit den ehemaligen Grand Prix-Assen David Coulthard, Christian Klien, Patrick Friesacher sehr namhaft. Coulthard nahm zu Beginn über den Schlagabtausch zu Beginn des Rennens 1999 in Spielberg Stellung. «Ich habe keine Ahnung, warum Mika damals eingelenkt hat vor Kurve 3», erklärte der Schotte mit einem Schmunzeln, der 13-fach Grands Prix gewonnen hat.
«Man muss jetzt aufpassen», warnt Coulthard. «Was wir nie verlieren sollten ist, dass wir im Qualifying den Fahrer vorne haben müssen, der das meiste rausholt aus dem Auto. Wenn man an Kurven wie Becketts und Eau Rouge denkt - wenn man da jetzt locker durchfahren kann mit Vollgas – ich weiß nicht... Schumacher, Hamilton, Verstappen – diese Fahrer die dominiert haben, haben alle gezeigt, was sie leisten können und wie sie sich hervortun können. Wir haben auch jetzt starke Fahrer, aber wir verlieren etwas die DNA der Formel 1.»
Coulthard unterstreicht: «Es war klar, dass so ein Unfall wie Colapinto passieren wird. In Le Mans bekommt man auch solche Unfälle zu sehen. Aber wenn ein Auto abhebt, wie Mark Webber und Kovalainen in Valencia, hat niemand mehr die Kontrolle. Warten wir mal, wie es in Miami wird. Die Frage ist, ob der Unterschied jetzt groß genug ist.»
Zur sportlichen Lage mit den Mercedes-Siegen sagt Coulthard: «Es fühlt sich nicht so an, als wären sie überlegen. Sie haben viel Zeit investiert und haben ja auch eine Durststrecke gehabt. Wenn man sich Japan anschaut, so war es ein interessanter Grand Prix. Warten wir Miami ab, dann verstehen wir, wie sich die Technik entwickelt. Ich glaube auch, dass Antonelli Weltmeister werden kann. Das einzige, was ihm im Weg ist, ist jetzt George Russell.»
Und Coulthard einen Rat für den erfahreneren der Mercedes-Asse: «Russell darf nicht mehr der brave Junge sein – er muss die Ellenbogen ausfahren!»
Zu den Diskussionen rund um Max Verstappen sagt Coulthard: «Max ist ein Racer! Alles liegt in seiner Hand – er hat ja wirklich alles erreicht. Er kann sagen: Auch wenn wir niemals mehr eine WM gewinnen, haben wir die Ziele erreicht. Ich denke, er bleibt drin, wenn er Spaß hat. Die Frage ist auch, wie es am Nürburgring läuft. Ich denke, Max steht da drüber. Ich hoffe, er bleibt. Er ist für alle Fahrer die Referenz.»
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