Franco Morbidelli (VR46 Ducati): Kann er die Negativserie in Jerez beenden?
VR46-Pilot Franco Morbidelli befindet sich derzeit in einer Formkrise. In der langen Rennpause war der MotoGP-Routinier gut beschäftigt, um neue Energie für den Europaauftakt in Jerez zu tanken.
In der MotoGP-Saison 2025 konnte VR46-Pilot Franco Morbidelli einige Podestplätze und viele Top-5 Resultate einfahren. In den letzten Rennen duellierte sich der Ducati-Pilot mit Teamkollege Fabio Di Giannantonio um Platz 6 in der WM-Wertung – mit dem besseren Ende für «Diggia». Mit Gesamtrang 7 konnte Morbidelli dennoch nicht unzufrieden sein mit seiner Saison.
2026 kam der Römer bislang nicht in Schwung. Morbidelli befindet sich in einer Formkrise, mit der GP25 konnte er bei den ersten drei Rennwochenenden noch kein gutes Gefühl finden. Im Gegensatz zu Di Giannantonio, der ein aktuelles Werksbike zur Verfügung hat, ist Morbidelli auf dem Vorjahresmodell unterwegs. In der Gesamtwertung liegt der 31-Jährige derzeit mit 14 Punkten auf Rang 13. Zum Vergleich: Sein Teamkollege ist derzeit mit 50 Zählern Vierter.
Die Negativserie kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Vertrag von Morbidelli läuft Ende des Jahres aus – so wie bei fast allen MotoGP-Fahrern –, und im Fahrermarkt ist viel Bewegung. Es deutet derzeit alles darauf hin, dass Morbidelli 2026 sein letztes Jahr in der MotoGP-WM erlebt. Di Giannantonio gilt für nächstes Jahr bei VR46 Racing als gesetzt, Morbidellis Platz soll Youngster Fermin Aldeguer bekommen. Auch bei den anderen Teams steht «Morbido» auf der Wunschliste nicht an erster Stelle.
Ablenkung in der italienischen Heimat
Morbidelli macht derzeit somit eine schwierige Karriere-Phase durch. Die lange Rennpause vor dem Spanien-GP nutzte der Italiener, um sich mit unterschiedlichen Aktivitäten abzulenken – mit Flat-Track-Trainings auf der Ranch von VR46-Boss Valentino Rossi oder mit Sessions auf dem Mini-Bike mit Marco Bezzecchi, Pecco Bagnaia & Co. Zuletzt stand in seiner italienischen Heimat auch eine Go-Kart-Einheit auf dem Programm.
«Die Pause zwischen den Rennen war länger als erwartet, aber ich muss sagen, dass ich sie voll ausnutzen konnte. So viel Action und so viel Spaß! Jetzt können wir nach Jerez aufbrechen», postete Morbidelli kürzlich auf seinem Instagram-Account. Es wird sich am kommenden Wochenende zeigen, ob dem Moto2-Weltmeister von 2017 und MotoGP-Vizeweltmeister von 2020 die knapp vierwöchige Pause geholfen hat, um beim Spanien-GP wieder in die Spur zu finden.
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