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Ken Roczen (Suzuki) siegt in St. Louis und ist jetzt im Titelkampf
Der deutsche HEP Progressive Suzuki-Pilot Ken Roczen gewann den 12. Lauf der US-Supercross-Meisterschaften in St. Louis souverän und verkürzte damit einen Rückstand zur Spitze auf 5 Punkte.
US-Supercross
Im Artikel erwähnt


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12. Lauf der US-Supercross-Meisterschaften im 'Dome at America's Center' von St. Louis: Schon im Qualifying brannte Ken Roczen mit einer Rundenzeit von 54,54 Sekunden Bestzeit in den Boden und war damit fast 0,6 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Chase Sexton (Kawasaki). Besonders eindrucksvoll war Roczens Speed im Bereich der Whoops, die er wie mit dem Lineal gezogen durchquerte. Tabellenführer Eli Tomac (KTM) hatte im Qualifying auf Platz 7 einen Rückstand von 1,5 Sekunden, Hunter Lawrence (Honda) auf Platz 9 war 1,6 Sekunden langsamer als Roczen. «Ich bin ja eigentlich kein guter Qualifier», meinte der Thüringer, «aber ich nehme das natürlich gerne mit. Es ist gut, aber die Strecke ist extrem schwierig und wir haben einen langen Abend vor uns. Ich kann nur versuchen, fokussiert zu bleiben und das Beste daraus zu machen.» Malcolm Stewart (Husqvarna), der vor einer Woche in Detroit auf dem 3. Podiumsrang stand, qualifizierte sich auf Platz 3.
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Ergebnis kombiniertes Qualifying St. Louis:
  1. Ken Roczen (D), Suzuki, 54.538, (0.000)
  2. Chase Sexton (USA), Kawasaki, 55.126, (+0.588)
  3. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 55.343, (+0.805)
  4. Justin Cooper (USA), Yamaha, 55.459, (+0.921)
  5. Jorge Prado (E), KTM, 55.873, (+1.335)
  6. Cooper Webb (USA), Yamaha, 55.936, (+1.398)
  7. Eli Tomac (USA), KTM, 56.081, (+1.543)
  8. Garrett Marchbanks (USA), Kawasaki, 56.125, (+1.587)
  9. Hunter Lawrence (AUS), Honda, 56.165, (+1.627)
Roczens souveräner Sieg im Vorlauf Den Holeshot zum zweiten Vorlauf, im dem alle 3 Titelfavoriten, Tomac, Lawrence und Roczen, Seite an Seite starteten, zog zunächst Hunter Lawrence vor dem gut aufgelegten Justin Hill und Roczen auf Platz 3. In der ersten Runde leistete sich der Deutsche sogar einen kleinen Fehler, doch das hinderte ihn nicht daran, sich in den Whoops gegen Cooper und nur wenige Passagen später im Bereich einer Rhythmuspassage auch gegen Lawrence durchzusetzen. Weder Tomac noch Prado erwischten einen guten Start und mussten sich aus dem Mittelfeld heraus nach vorne kämpfen. Ken Roczen gewann den Vorlauf souverän mit einem Vorsprung von 5,5 Sekunden vor Hunter Lawrence und Malcolm Stewart. Tabellenführer Tomac kam nach 8 Runden mit 13,2 Sekunden Rückstand auf Platz 5 ins Ziel.
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«Die Strecke erinnert streckenweise eher an einen Enduro-Track», meinte Roczen nach seinem Laufsieg. «Im ersten Qualifying habe ich mich gar nicht so gut gefühlt, aber zum Glück wurde es dann von Session zu Session besser. Ich konnte mit der Strecke spielen und früh die Führung übernehmen, aber das Main Event wird sehr lange werden.» Den ersten Vorlauf gewann Justin Cooper (Yamaha) vor Titelverteidiger Cooper Webb (Yamaha) und Chase Sexton (Kawasaki).
Furioses Finale von Roczen Nach dem Start ins Finale wurde Roczen am Ende der Startgeraden von Joey Savatgy und Cooper Webb in die Zange genommen, sodass er etwas zurückfiel. Hunter Lawrence zog den Holeshot, Roczen konnte aber in der ersten Linkskurve nach der Startgeraden hinterschneiden und rangierte in der ersten Runde auf Platz 3 hinter Lawrence und Prado. Zunächst ging Prado in einer Rechtskehre innen an Lawrence vorbei in Führung. Lawrence konterte, an seinem Hinterrad klebte bereits Roczen. Prado fiel danach wieder auf Platz 3 zurück. In der nächsten Rechtskehre attackierte Ken und setzte sich mit einem entschlossenen Blockpass gegen den Australier durch, der leicht strauchelte und seinerseits wieder auf Platz 3 hinter Prado zurückfiel. Supercross-Legende Ricky Carmichael war begeistert: «Seit 13 Jahren fährt Kenny Supercross, aber das, was er hier zeigt, ist der Stil eines Champions. Er ist noch nie so gefahren wie heute. Das könnte sein Jahr werden.»
Hunter Lawrence fand zunächst keinen Weg an Jorge Prado vorbei. Das ermöglichte Justin Cooper, die Lücke zu schließen und den Australier zu überholen. Ken hatte sich nach 5 Minuten an der Spitze bereits 5 Sekunden abgesetzt. Tomac musste sich nach mäßigem Start von Platz 7 aus nach vorne arbeiten.
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Chase Sexton ging im Finale zweimal zu Boden und musste das Rennen nach einem zu kurz angesetzten Sprung und harter Landung am Gegenhang nach der Hälfte des Rennens angeschlagen und frustriert an der Box aufgeben.
In Runde 14 konnte sich Justin Cooper gegen Jorge Prado durchsetzen und übernahm Platz 2. Auch Hunter Lawrence setzte sich mit einem Blockpass gegen den Spanier durch und erreichte am Ende Platz 3. Dritter Saisonerfolg für Ken Roczen Ken Roczen zog an der Spitze seine Runden wie ein Uhrwerk und gewann nach 23 Runden mit einem Vorsprung von 13,3 Sekunden vor Justin Cooper und Hunter Lawrence. Mit Lawrence auf Platz 3 und Tomac auf Rang 6 verkürzte Roczen seinen Rückstand zur Spitze nach 12 von 17 Meisterschaftsrunden von 14 auf 5 Zähler.
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Meisterschaft wieder völlig offen Eli Tomac und Hunter Lawrence rangieren bei noch 5 verbleibenden Rennen mit 245 Zählern punktgleich an der Tabellenspitze. Ken Roczen bringt vor dem nächsten Rennen in Nashville in einer Woche einen Rückstand von 5 Punkten mit. Die Meisterschaften sind damit wieder völlig offen und Ken Roczen ist der Mann auf einer Mission. «Ich kann es noch gar nicht richtig glauben», meinte Roczen nach seinem 3. Saisonerfolg. «Die Strecke heute war wirklich brutal und die Spurrinnen wurden immer tiefer. Ich habe versucht, keine Fehler zu begehen und mich an der Spitze etwas abzusetzen.» In der kommenden Woche geht es in Nashville mit der 13. Meisterschaftsrunde weiter.
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Ergebnis Supercross St. Louis:
  1. Ken Roczen (D), Suzuki
  2. Justin Cooper (USA), Yamaha
  3. Hunter Lawrence (AUS), Honda (Holeshot)
  4. Jorge Prado (E), KTM
  5. Cooper Webb (USA), Yamaha
  6. Eli Tomac (USA), KTM
  7. Joey Savatgy (USA), Honda
  8. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna
  9. Garrett Marchbanks (USA), Kawasaki
  10. Dylan Ferrandis (F), Ducati
  11. Christian Craig (USA), Honda
  12. Shane McElrath (USA), Honda
  13. Colt Nichols (USA), Suzuki
  14. Justin Hill (USA), KTM
  15. Mitchell Harrison (USA), Kawasaki
Meisterschaftsstand nach 12 von 17 Events:
  1. Eli Tomac (USA), KTM, 245
  2. Hunter Lawrence (AUS), Honda, 245, (-0)
  3. Ken Roczen (D), Suzuki, 240, (-5)
  4. Cooper Webb (USA), Yamaha, 220, (-25)
  5. Justin Cooper (USA), Yamaha, 198, (-47)
  6. Joey Savatgy (USA), Honda, 153, (-92)
  7. Chase Sexton (USA), Kawasaki, 144, (-101)
  8. Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 141, (-104)
  9. Jorge Prado (E), KTM, 131, (-114)
  10. Justin Hill (USA), KTM, 117, (-128)
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Ken Roczen
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94
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21:43,672
55,337
25
02
Justin Cooper
Justin Cooper
32
23
+13,295
55,726
22
03
Hunter Lawrence
Hunter Lawrence
96
23
+19,629
56,537
20
04
Jorge Prado
Jorge Prado
26
23
+22,410
55,919
18
05
Cooper Webb
Cooper Webb
1
23
+23,868
56,564
17
06
Eli Tomac
Eli Tomac
3
23
+37,901
56,459
16
07
Joey Savatgy
Joey Savatgy
17
23
+42,605
57,097
15
08
Malcolm Stewart
Malcolm Stewart
27
23
+45,742
57,008
14
09
Garrett Marchbanks
Garrett Marchbanks
36
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+59,973
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