Das gab es noch nie: Ein deutsches Team führt die Moto2- und Moto3-WM an
Das Team Liqui Moly Dynavolt Intact hatte einen Traumstart in die Weltmeisterschaft 2026 und führt nach dem ersten Rennen in der Moto2 und Moto3. Dahinter steckt harte Arbeit und gutes Wirtschaften.
Seit 2013 tritt das deutsche Team Intact GP in der Moto2-WM an, 2023 kam die Moto3-Mannschaft um Peter Öttl dazu. Im Vorjahr brillierte Intact in der Moto2 mit sechs Siegen, wurde mit Manuel Gonzalez Vizeweltmeister und feierte damit die erfolgreichste Saison. Von diesen Errungenschaften beflügelt, hätte der Saisonstart in Thailand nicht besser laufen können: Gonzalez (Moto2) und Neuzugang David Almansa (Moto3)
Das ist nur eine Momentaufnahme – natürlich –, vor den Teams liegt die mit voraussichtlich 22 Veranstaltungen (unsicher wegen des Nahost-Kriegs) längste Saison in der Geschichte der Motorrad-WM. Aber die auf dem Chang Circuit gezeigten Leistungen unterstreichen, wie gut in der 36 Leute starken Truppe von Teamchef Jürgen Lingg gearbeitet wird. Mit der Firma Keckeisen Akkumulatoren und deren Eigenmarke Intact Batterien
Jürgen Lingg: Nur beim Debüt verkalkuliert
«Ich habe das große Glück, dass ich Stefan Keckeisen an meiner Seite habe», erzählte Lingg im Vieraugengespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wir witzeln immer, dass er das Geld einnimmt und ich es ausgebe – ich habe den besseren Part. Wir haben ein gutes Netzwerk, das funktioniert. Betriebswirtschaftlich habe ich von Stefan die vergangenen zehn Jahre brutal viel gelernt, die Firma in Memmingen steht nicht umsonst so gut da. Bevor wir jemanden nicht bezahlen, hören wir vorher auf. Vom ersten Jahr an habe ich die Budgets gemacht, die Kostenaufstellungen. Im ersten Jahr habe ich mich verrechnet, damals hat es nicht gereicht, was ich ausgerechnet hatte. Aber ich habe schnell dazugelernt.»
Der Allgäuer betont, dass die MotoGP durch ihre Reichweite und Außendarstellung ein attraktives Pflaster für Partner ist. «Für eine Firma wie Liqui Moly geht es nicht nur um den Spaß, dafür sind sie zu groß», so Lingg. «Wir können ihnen geben, was sie für ihre Marketingvorstellungen brauchen.»
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